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Großprojekt geht in die dritte Bauphase / Spektakuläre Kran-Aktion in der Nacht zum 3. August

Brückenschlag für die Nordost-Tangente

Stadthagen (ssr). Bei Stadthagens ehrgeizigstem Bauprojekt, der Nordost-Tangente, steht Anfang August ein technisch spannender Bauabschnitt an. In zwei Nachtaktionen wird bei jeweils stundenweiser Vollsperrung des Bahnverkehrs eine neue Brücke über die Schienenstrecke gelegt. Das ist gleichzeitig der Startschuss für den dritten und letzten Bauabschnitt der Tangente, deren Fertigstellung für September 2009 geplant ist.

veröffentlicht am 26.07.2008 um 00:00 Uhr

Schon seit einigen Wochen sind die Vorbereitungen für den Brückenbau in der Feldmark nördlich der Probsthäger Straße im Gang. Experten der Firma "Ingenieurbau Celle" haben beiderseits des doppelgleisigen Schienenstranges als Träger für das Bauwerk zwei sogenannte Widerlager tief in den Boden gegründet. In der Nacht zum 3. August soll unter der Bauoberleitung von Mohammad Reza Zoghi ("Ingenieurbüro General Contract", Hannover) die eigentliche Brücke aufgelegt werden. Fünf jeweils fast 60 Tonnen wiegende Fertigteile werden von einem 500 Tonnen schweren Super-Kran auf die massiven Querstreben der Widerlager herabgelassen, nebeneinander manövriert und schließlich miteinander verschweißt. Für die Montage wird der Zugverkehr von 1.30 und 3.30 Uhr und von 4 bis 5 Uhr komplett unterbrochen, der Strom abgeschaltet und die Oberleitungen geerdet. Direkt anschließend beginnen die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt der Fahrbahn zwischen Lauenhäger Straße und der Straße Großes Klosterfeld. Das bedeutet für die Tangente nach den Worten von Bauamtsleiter Manfred Fellmann den "Schulterschluss" zwischen den beiden schon existierenden Teilen (der Industriestraße im Nordwesten und des Helwegs im Südosten). Der erste Spatenstich des Großprojektes war - nach sechsjähriger Planungsphase - Mitte 1997 vorgenommen worden. Die Erdarbeiten für den dritten Abschnitt, für den der Bauauftrag in der kommenden Woche vergeben wird,sollen noch 2008 erledigt sein. Der Fahrbahnbau steht bis September 2009 an. Der interessanteste Teil des Trassenbaus ist sicherlich die Querung der Probsthäger Straße bei deren 90-Grad-Kurve in Höhe der Firma Kinkeldei. Die Probsthäger Straße wird nämlich an dieser Stelle durchtrennt - "abgehängt", wie die Straßenbauer das nennen. Mit dem Auto geht es hinterher von Stadthagen nach Probsthagen und umgekehrt nur noch über das Große Klosterfeld oder über die Route Lauenhäger Straße/Tangente. Geschaffen wird bei Kinkeldei freilich einÜbergang über die Tangente für Radler und Fußgänger mittels einer Querungshilfe. Gestaffelte Schutzwände sollen laut Fellmann an dieser Stelle dafür sorgen, dass trotz erforderlicher Lücke im Lärmschutzwall kein lauter Schall in die Wohnbebauung dringt. Das Firmengelände Kinkeldei wird nach wie vor durch die dort künftig endende Probsthäger Straße zu erreichen sein, und zwar über einen durch die Feldmark führenden Schlenker. Dieser soll mittelfristig auch zur Erschließung eines nördlich angrenzenden Gewerbegebietes (bis zur Bahnstrecke) dienen.




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