weather-image
27°
Investor kommt am Mittwoch

Brückentorkomplex: Neugestaltung geht in die Startphase

RINTELN. Am kommenden Mittwoch, 7. Februar, will der Mann nach Rinteln kommen, der aus dem in die Jahre gekommenen und teilweise leer stehenden Brückentorkomplex einen neuen Anziehungspunkt an der Fußgängerzone machen will: Norbert Dittel aus Bremen, Chef der Terra Nova GmbH, Gesellschaft für „Baureifmachung und Bauträger mbH“.

veröffentlicht am 02.02.2018 um 15:40 Uhr
aktualisiert am 02.02.2018 um 17:40 Uhr

Komplett verkaufen, komplett kaufen oder den Saal behalten? Die Diskussion um den Brückentorkomplex schlägt hohe Wellen. Foto: Archiv
Avatar2

Autor

Hans Weimann Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

RINTELN. Bürgermeister Thomas Priemer hat deshalb Bauausschuss und Ortsrat zu einer gemeinsamen Sitzung eingeladen: „Dann muss der Investor die Pläne nicht zweimal vorstellen.“ Pläne, die Architekt Wolfgang Hein aus Obernkirchen entwickelt hat. Heim kennt den Brückentorkomplex wie kein Zweiter, er hatte bereits vor acht Jahren schon einmal Umbaupläne dafür konzipiert.

Am kommenden Mittwoch wollen Bauausschuss wie Ortsrat die erste förmliche Voraussetzung für die weiteren Planungen schaffen, das heißt, als ersten Schritt den Bebauungsplan für den Pferdemarkt ändern „in einem beschleunigten Verfahren.“ Am 14. Februar beschäftigt sich dann der Verwaltungsausschuss mit dem Thema, am 22. Februar kommt es in den Rat.

Dittel, der bereits große Bauvorhaben in der Region um Bremen realisiert hat, ist inzwischen auch im Schaumburger Land tätig, baut in Bückeburg im „Herder Quartier“ 37 seniorengerechte Mietwohnungen mit Tiefgarage, Ladengeschäfte für Dienstleister und eine Tagespflege (wir berichteten). Auch in Bückeburg arbeitet Dittel mit Hein zusammen.

Wie Dittel den Brückentorkomplex modernisieren und umbauen will, ist im Prinzip bekannt: mit Einzelhandel und Brückentorsaal in den unteren beiden Geschossen. Auf den zwei Ebenen darüber sollen Wohnungen entstehen. Der turmartige siebengeschossige Hotelbereich wird saniert (die Zimmer bekommen einen Balkon) und im obersten Geschoss ist ein Panorama-Restaurant geplant. Parken können die künftigen Bewohner und Kunden in einer Tiefgarage mit 70 Stellplätzen auf zwei Ebenen.

Konkrete Verträge für die Wohnungen wie die Einzelhandelsflächen gibt es noch nicht. Dafür ist es in diesem Planungsstadium noch zu früh. Nur Vorgespräche mit potenziellen Interessenten, war zu hören. In der Verwaltungsvorlage für den Bauausschuss heißt es dazu: Das Bauvorhaben entspreche „den Empfehlungen des Masterplan Innenstadt der CIMA“.

Nächster Schritt, erklärte Priemer in einem Telefongespräch sei das Bauleitplanverfahren. Und erst hier gehe es dann auch um die neue Verkehrsführung am Pferdemarkt und um den Hochwasserschutz. Der spielt vor allem bei der geplanten Tiefgarage eine Rolle. In einem Verkehrsgutachten soll geklärt werden, wie man die Fußgängerzone künftig besser an das Brückentor anbinden kann. Da hier auch die Landesstraße 435 kreuzt, ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit im Boot. Idee ist hier, wenn möglich, auf zwei Ampeln zu verzichten, was mehr Phasen für Fußgänger zum Brückentor erlauben würde.

Auch das zweite große stadtbildprägende Bauvorhaben steht am Mittwoch auf der Tagesordnung der beiden Gremien: der zu ändernde Bebauungsplan „Schulzentrum“, Voraussetzung für den Neubau der IGS für rund 900 Schülerinnen und Schüler an der Burgfeldsweide.

Die gemeinsame Sitzung von Bauausschuss und Ortsrat am Mittwoch, 7. Februar, beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal, Klosterstraße 20.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare