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Neujahrsempfang der SPD im Zeichen des 150. Geburtstags und der Bundestagswahl

Brüder, zur Sonne … zum Wahlkampf!

Bückeburg. Von der Bühne spielt Udo Schatz mit seinem Saxofon das alte Arbeiterlied „Brüder, zur Sonne zur Freiheit…. Für die unten im Le-Theule-Saal versammelte Bückeburger SPD und ihre Ehrengäste das Signal, ruhig zu werden und sich auf den Neujahrsempfang der Sozialdemokraten einzustimmen. Der an diesem Abend ganz in der Tradition der alten Arbeiterpartei steht, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiert. Der Ortsvereinsvorsitzende Albert Brüggemann hat daher die alte Fahne der „Sozialdemokratischen Partei Deutschland Ortsgruppe Bückeburg“ hinter dem Rednerpult drapiert – „wie alt die ist, weiß leider keiner“. Nicht sichtbar ist die Rückseite „Einigkeit macht stark“.

veröffentlicht am 23.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

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Die Geschichte und die Themen der alten Arbeiterpartei Gerechtigkeit, Solidarität und Freiheit standen denn auch im Mittelpunkt des Abends. Und machten klar, mit welchen Themen die SPD in den Bundestagswahlkampf ziehen wird. Brüggemann erinnerte an die fünf Bürgermeister, die die SPD in der Nachkriegszeit in Bückeburg gestellt hat: Karl „Spitzbart“ Pöhler, als unbelasteter Bürger noch von den Briten eingesetzt, sowie die – gewählten – Bürgermeister Helmut Preul, Ewald Waltemathe, Edeltraut Müller und Reiner Brombach. „Die meiste Zeit haben SPD-Bürgermeister die Verantwortung getragen“, freute sich Brüggemann: „In Bückeburg zu leben ist schön und lohnt sich. Und wir Sozialdemokraten sorgen dafür, dass es so bleibt.“

Eine Vorlage, die der frisch gewählte SPD-Landtagsabgeordnete Carsten Becker aufgriff: „Wenn bei diesem Wetter jemand besonders glücklich durch die Fußgängerzone läuft, kann es nur ein Bückeburger sein, wegen der guten Lebensqualität hier.“ Um dann ernst auf die alten Themen der Genossen einzugehen, die „noch lange nicht erfüllt sind“. Es gebe ein selektives Bildungssystem in Deutschland, wo nach der sozialen Herkunft entschieden werde, statt Kinder nach ihrer Befähigung zu fördern. Diese „selektive Starre“ gelte es aufzubrechen. Sechs Prozent der Schüler würden die Schule ohne Abschluss verlassen. „Wenn sie dann an anderen Schulen mit entsprechender Förderung ihren Abschluss nachholen, schaffen es über 60 Prozent.“ Es gehe darum, den Lohnabstand zwischen Mann und Frau zu verkürzen. Und wenn Arbeit und das Einkommen nicht ausreichten, eine Familie zu ernähren, dann müsse das geändert werden.

Wo der SPD-regierte Landkreis Schaumburg Erfolge vorweisen könne, wie Landrat Jörg Farr in seiner Rede sagte. Nach der Übernahme der Verantwortung für das Job-Center habe der Kreis auf die Themen Qualifizierung, Eingliederung und die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen gesetzt und ein gutes Netzwerk in der Wirtschaft und dem Sozialbereich geschaffen. Trotz massiver Mittelkürzungen des Bundes (von zwölf auf sechs Millionen Euro), sei die Arbeitslosigkeit im Landkreis auf durchschnittlich 6,8 Prozent zurückgegangen. „Wir heben uns damit deutlich von anderen Landkreisen ab.“

Ihren Geburtstag feiert die SPD in Bückeburg mit einer Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die ab dem 25. Mai im Hubschraubermuseum zu sehen ist. Schaumburgs SPD feiert am 31. Mai mit einem Festakt in der Liethhalle in Obernkirchen. „Das ist für uns der Wahlkampfbeginn“, nahm Brüggemann dem Unterbezirksvorsitzenden Becker das Wort aus dem Mund.




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