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Spectaculum: Nach katastrophalem Auftakt Besucherrekorde

"Bückeburg bleibt das Highlight jeder Saison!"

Bückeburg (jp). Einmal pfui und einmal hui - die diesjährige Bilanz des Mittelalterlich Spectaculums in Bückeburg ist zweigeteilt. Das große Zeitreise-Event auf der Mausoleumswiese begann am ersten Wochenende, wie es vor einem Jahr endete: mit Dauerregen und Matsch. Und es endete so wie 2006: mit geradezu fantastischen Wetterbedingungen und einem neuen Besucherrekord. Nach den verständlicherweise verkaterten Minen am ersten Wochenende herrschte bei Veranstaltern, Künstlern und Marktleuten zum Abschluss insgesamt Zufriedenheit über den versöhnlichen Auskl ang.

veröffentlicht am 29.07.2008 um 00:00 Uhr

Am Sonntag des ersten Wochenendes hatten Gewitterregen und Schlamm-Lawinen die Besucherbilanz mächtig verhagelt. "Das hat uns weh getan und richtig Geld gekostet", räumte Veranstalter Gisbert Hiller freimütig ein. Und glaubte man der Wettervorhersage, so stand dem Spectaculum am zweiten Veranstaltungswochenende ein noch schlimmeres Wetter-Fiasko bevor. Doch manchmal müssen Ritter, Knappen, Mönche, Bettler und Gaukler eben einfach Glück haben. Während Städte wie Dortmund oder Osnabrück in Gewitterschauern versanken, strahlte über der Mausoleumswiese zwei Tage lang die Sonne. "Am Sonnabend hat uns das Wetter eine traumhafte, geradezu karibische Nacht beschert", schwärmte Gisbert Hiller. Als Folge übertraf der Besucheransturm am Sonnabend alle Erwartungen: "Wir mussten bereits gegen 16 Uhr den Großparkplatz wegen Überfüllung sperren und unsere Besucher zu Ausweich-Parkmöglichkeiten umleiten. Das war mit Abstand der bestbesuchte Sonnabend in unseren 13 Jahren in Bückeburg." Gisbert Hiller bleibt daher bei seinem Urteil: "Bückeburg bleibt das Highlight jeder Saison, wir haben hier mehr Besucher als an allen anderen 20 Spielorten." Doch das birgt mittlerweile auch eine Menge Probleme: Das Mittelalterlich Spectaculum platzt an allen Ecken und Enden aus seinen Nähten. Nicht nur bei den Parkflächen ist die in jedem Jahr gewachsene Veranstaltung mittlerweile ans Ende ihrer Kapazität gelangt. "Wir hatten bei den Heerlagern in diesem Jahr einen Höchststand von 85 Gruppen und werden voraussichtlich 2009 die Grenze von 100 knacken." Auch für die campenden Besucher wird es von Jahr zu Jahr enger: "Immer mehr Gäste kommen für beide Wochenenden nach Bückeburg und campen auf dem Gelände." Seit einiger Zeit laufen daher Gespräche mit der Hofkammer darüber, im kommenden Sommer eine weitere angrenzende Fläche für das Spectaculum anzupachten und als Camping- sowie Parkfläche zu nutzen. "Wir hoffen sehr, dass es darüber eine Einigung gibt." Künstlerisch war 2008 vor allem das Jahr der Bands Schelmish und Rapalje, die am ersten Wochenende mit ihrem keltischen Folk so meisterlich Stimmung gegen das schlechte Wetter machte. Als Gewinn erwiesen sich auch die Reiter von Ars Equitandi, die gemeinsam mit der Fechtgruppe Hastings das Ritterturnier aufführten, dabei erstmals auch an den beiden Sonnabenden in der Nacht. Bewährt hat sich auch die Rückkehr der kleinen Gauklerbühne vom Mausoleum in den akustisch wesentlich störungsfreieren Eingangsbereich am Schlosspark. Äußerst unglücklich ist Gisbert Hiller hingegen über die diesjährige Position des Turnierplatzes: "Mit dem Großparkplatz als Hintergrund bot das Turnier viel zu wenig Atmosphäre. Leider hatten wir aufgrund der Bodenbeschaffenheit nach den langen Regenfällen zuvor keine andere Möglichkeit, als den Turnierplatz an diese Stelle zu legen." Für das nächste Jahr verspricht der Veranstalter aber im gleichen Atemzug: "2009 wird das Turnier wieder auf der Koppelwiese mit dem Wald als Hintergrund stattfinden." Das nächste Spectaculum in Bückeburg findet am 18. und 19. Juli 2009 sowie am 25. und 26. Juli 2009 statt.




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