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Närrische Ausgelassenheit im Rathaussaal / Wer etwas auf sich hält, wirft sich in Schale und tanzt bis zum Morgengrauen

Bückeburg helau! Jecken in Rosenmontagslaune

Bückeburg (jp). Rathaussaal helau! Die traditionelle Rosenmontagsfete der Bückeburger Blindow-Schulen hat sich erneut als das Maß aller Dinge in Sachen schaumburgisches Jecken- und Narrentum erwiesen. Wo sonst in gediegenem Rahmen Theater gespielt wird oder Sinfoniekonzerte erklingen, dort tobte zum Höhepunkt der viel beschworenen fünften Jahreszeit einmal mehr das närrische Leben so ausgelassen, als wär’s die letzte Gelegenheit, den seit einem Jahr aufgestauten närrischen Feiertrieben freien Lauf zu lassen.

veröffentlicht am 13.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

Und wie schon in den Vorjahren nahm sich das Jeckenvolk der näheren und weiteren Umgebung am Rosenmontagsabend ausgiebig Zeit, sich für das übermütigste Party-Event des Jahres gebührend in Schale respektive Maskerade zu werfen, sodass die Party im Rathaussaal wie in den letzten Jahren auch zunächst mit mittelschwer angezogener Handbremse in Gang zu kommen schien, um dann zu etwas vorgerückter Stunde beim Ansturm der höchst phantasievoll kostümierten Massen umso fulminanter durchzustarten.

Wieder einmal keine Mühen und keinen technischen Aufwand gescheut hatten die Veranstaltungsspezialisten von BDT Music & Light, um das Partyvolk akustisch und visuell unter Strom zu setzen: Zwei riesige Videoleinwände, eine gigantische Discokugel, 24 computergesteuerte schwenkbare Scheinwerfer – sogenannte „Moving heads“ – und jede Menge weitere LED-Scheinwerfer sowie zwei mal 9 Kilowatt Sound sorgten für die passenden Rahmenbedingungen für die seit mittlerweile seit über einem Vierteljahrhundert von BDT im Rathaussaal inszenierte und von den Schaumburger Partygängern mit Hingabe ausgekostete Festivität.

Diese dankten es ihren Gastgebern mit einer schier kaum zu überblickenden Vielfalt kreativer, einfallsreicher und origineller Kostümierungen und Verkleidungen: Ob kunterbunte Biene Maja, heißes weibliches Eisbärenquartett, Batgirls, Piratenbräute, Square-Dancer oder tiefgrün geschminktes Insektenvolk, der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Ein möglicherweise direkt aus Hannover angereistes Krümelmonster trug demonstrativ eine Packung Bahlsen-Kekse (allerdings keine vergoldeten) in der Pelztasche mit sich, ohne die Verhaftung durch die martialisch dreinblickenden FBI-Agentinnen befürchten zu müssen, indes zwei hochoffiziös dreinschauende katholische Würdenträger jegliche Bestrebungen nach einem am 1. März im Vatikan frei werdenden Posten abstritten.

2 Bilder

Einmal mehr zollten die Rosenmontags-Partygänger mit ihren Outfits derzeitigen Kinotrends Tribut: Tanzten in den letzten Jahren mit Darth Vader, Darth Maul, Hermione Granger und dem Wildhüter Hagrid die Figuren aus den Universen der „Stars Wars“ und der „Harry Potter“-Filme durch den Rathaussaal, so waren diesmal an gleicher Stelle die Sprösslinge und Adepten der derzeitigen Kino-Renaissance des harten Horrorfilms zu beobachten: Gar grauslich anzusehende Zombies, Wiedergänger und lebende Leichen buhlten im zuckenden Scheinwerferlicht der BDT-Showtechnik um närrische Aufmerksamkeit.

Eine Bildergalerie von der Party finden Sie im Internet unter www.landes-zeitung.de.




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