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Der 350 Seiten starke Sammelband aus der Feder heimischer Autoren kann ab sofort vorbestellt werden

„Bückeburg mordet!“ gibt’s als Taschenbuch

Bückeburg (tw). Henning Mankell war gestern, jetzt heißt es „Bückeburg mordet!“. Nach dem viel beachteten Wettbewerb gleichen Namens im just zurückliegenden Sommer, bei dem 57 Kommissarinnen und Kommissare zwischen acht und 80 Jahren der aus Buchhändlerin Brigitte Spannuth, Rezitator Frank Suchland und Redakteur Thomas Wünsche bestehenden Jury in zwei dicken Aktenordnern mehr als ein halbes Hundert Leichen geliefert hatten (wir berichteten), sind die zwölf besten Geschichten ab dem 30. November als Taschenbuch zu haben.

veröffentlicht am 03.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:21 Uhr

Damit lösen Kerstin und Eric Lorenzen, die den Schreibwettbewerb aus Anlass von „75 Jahre Buchhandlung Scheck“ ins Leben gerufen hatten, ein Versprechen ein: „Der Sammelband soll rechtzeitig zum Weihnachtsfest auf den Markt kommen“, hatten die Geschäftsführer bei der Kür der Besten Anfang September erklärt.

Suchland hatte sich daraufhin spontan entschlossen, die Krimisammlung mit einer ISBN zu versehen und im Verlag ContraPunkt (Bückeburg) zu verlegen. 350 Seiten stark, geschehen in dem Buch unerhörte Dinge an Schauplätzen wie dem Schloss, im Harrl, im Minchen, am Adolfinum, in der „Falle“, der alten Mühle und anderswo. Kurz: ein einmaliger Leckerbissen für alle lesefreudigen Interessierten, der mit Bückeburger Ortskenntnissen noch besser mundet.

Zumal in den zwölf Rauhnächten zwischen Jul und Epiphanias, in der sich nach der germanischen Vorstellung Wodans Wilde Jagd sammelt und die Geister der Verstorbenen mit Odin über das Land ziehen sollen.

„Wir hoffen auf guten Zuspruch der Bückeburger Leser – immerhin geht es hier wie in keinem anderen uns bekannten Buch um juryprämierte Kurzgeschichten, die von Bückeburgern oder ehemaligen Bürgern der Stadt ersonnen wurden“, sagen Kerstin und Eric Lorenzen. Es geht, wie Frank Suchland schon bei der Preisverleihung sagte, um Nationalsozialismus, Zwangsarbeit, Zeitsprünge und Zeitreisen, aber auch um Mystik und Satire.

Wer die Katze nicht im Sack kaufen will, der sollte sich Dienstag, den 30. November, freihalten, wenn der Rezitator die Zuhörer mit einer Lesung auf das gar blutige Geschehen einstimmt. „Tatort“ ist das „Alte Forsthaus“, „Tatzeit“ 19.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf für die Lesung läuft ab sofort in der Buchhandlung Scheck; Billets kosten acht Euro. Und das Beste: Wer will, kann nach der Lesung das druckfrische Werk gleich mitnehmen.

Der Preis des Sammelbandes mit seinem aufwendig geprägten Titel hält sich mit 9,80 Euro in Grenzen. Kerstin Lorenzen: „Zwei Euro je Buch werden wir einer gemeinnützigen Bückeburger Einrichtung zukommen lassen.“ Welche das sein wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht abschließend fest.

Wer also ein originelles Weihnachtsgeschenk sucht oder ehemalige Bückeburger mit Erzählungen aus der Residenzstadt überraschen will, kommt bei „Bückeburg mordet“ voll auf seine Kosten.

Ganz wichtig: Ab sofort können Interessenten in der Buchhandlung Scheck den Band per Listeneintrag vorbestellen, Telefon (0 57 22) 34 93. Eine zweite Liste liegt bei der Firma Residenz Druck an der Rintelner Straße, eine dritte in der Geschäftsstelle der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung und der Schaumburger Nachrichten an der Langen Straße. Und weil gleich mehrere Geschichten in „Bückeburg mordet!“ den Schlosspark und den Fürstensitz zum Schauplatz haben, liegt im Schlossshop ebenfalls eine Liste aus.




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