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Schulausschuss diskutiert Integrierte Gesamtschule / 50 Schüler gehen nach Helpsen / Anträge für eine Einrichtung

Bückeburg setzt auf Dreigliedrigkeit statt auf eine IGS

Bückeburg (rc). Im Schulausschuss hat Bürgermeister Reiner Brombach noch einmal die Position der Stadt zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bückeburg verdeutlich. Der Stadt komme es darauf an, dass das bestehende dreigliedrige Schulsystem in Bückeburg mit Gymnasium, Realschule und Hauptschule erhalten bleibe und die Schulen bestmöglich ausgestattet würden. Bückeburg hat Interesse an einem guten Schulangebot, bestehende Strukturen sollten nicht verschlechtert werden. „Die Realisierung einer IGS bei dem in Bückeburg bestehenden Schulangebot scheint mir schwierig zu sein.“

veröffentlicht am 28.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 18:41 Uhr

Ins Rollen gekommen war die Diskussion im Schulausschuss – obwohl nicht auf der Tagesordnung – durch Nachfragen des CDU-Ratsherrn Dieter Wilharm Lohmann, der – als Vater selbst betroffen – bemängelte, dass die Herderschule in einem schlechten Zustand sei und „ganz massiv gefördert“ werden müsse. Eine IGS sei „wohl nicht unbedingt notwendig, aber die anderen drei Schulen müssen besser ausgestattet werden“.

Dinge, die auch der Stadt bekannt sind, wie der Bürgermeister erläuterte. Das Gymnasium sei gut ausgestattet, an der Hauptschule würden in diesem Jahr einige Dinge verbessert und wegen der Sanierung der Herderschule sei er vor einigen Tagen zusammen mit Vertretern der Schule beim Landkreis vorstellig geworden. Dort sei das Problem bekannt und der Schule oberste Priorität zugemessen worden. Brombach: „Wir müssen alle drei Schulen in einen möglichst attraktiven Zustand bringen.“

In den vergangenen Wochen hatten sowohl Bündnis90/Die Grünen als auch die Wählergemeinschaft „Wir für Bückeburg“ Anträge an die Stadt gestellt, dass eine IGS in Bückeburg eingerichtet werden soll. Sowohl Verwaltungsausschuss als auch Rat haben über dieses Thema noch nicht beraten, wie der Bürgermeister sagte. Wie Ratsfrau Cornelia Laasch sagte, „braucht Bückeburg dringend eine IGS: wegen der pädagogischen und der Ganztagsbetreuung. Nach ihrer Kenntnis seien für das nächste Schuljahr 50 Kinder an der IGS Helpsen angemeldet worden, alle hätten auch einen Platz erhalten. Zahlen, die später von den Schulleitern und der Verwaltung bestätigt wurden.

„Wir machen diese Kinder zu dauerhaften Fahrschülern“, so Wilhelm Klusmeier vom Stadtelternrat. Nach seiner Kenntnis seien sowohl der Schulweg als auch die Ungewissheit, was mit dem Übergang der Schüler in die Oberstufe passiert, für viele Eltern die entscheidenden Kriterien gewesen. Die Zahl von 50 angemeldeten IGS-Kindern sei daher sicherlich nicht relevant: „Wir brauchen eine neue Bedarfsermittlung.“




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