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Stadtwerke Schaumburg-Lippe: Gaspreise sinken für durchschnittlichen Haushalt um 14,6 Prozent

„Bürgerinitiative vergleicht Birnen mit Äpfeln“

Bückeburg (rc). Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe haben im Umfeld der geplanten Gaspreissenkung zum 1. April 2009 Vorwürfen der Bürgerinitiative „Energiepreise runter Schaumburg“ energisch widersprochen und dem Initiativensprecher Robert Laack ihrerseits vorgeworfen, mit falschen und unvollständigen Informationen die Verbraucher zu verwirren.

veröffentlicht am 17.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:21 Uhr

„Laack hat Birnen mit Äpfeln verglichen, als er wohl den Sonderpreis 2 von 2004 mit dem Kleinverbraucherpreis von 2009 verglichen hat. Das ist unredlich“, sagten der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Stadthagens Bürgermeister Bernd Hellmann, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach und Stadtwerke-Geschäftsführer Eduard Hunker auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Die von der Bürgerinitiative genannten Zahlen seien nicht nachzuvollziehen.

Ölpreisbindung gibt

es nach wie vor

Alle drei Führungsspitzen wiesen noch einmal darauf hin, dass sich die Aussage, der Gaspreis sinke um 14,6 Prozent, auf den Jahresverbrauch von 20 000 kWh eines freistehenden Einfamilienhauses bezogen habe. Diese Größenordnung von 20 000 Kilowattstunden sei auch der üblicherweise in Vergleichen etwa der Landeskartellbehörde herangezogene Standard.

Stelle man einen Preisvergleich an, so sei für den Verbraucher entscheidend, wie sich das Durchschnittspreisverhältnis (bezogen aus Arbeitspreis und Grundpreis) zusammensetzt. Und hier bräuchten die Stadtwerke Schaumburg-Lippe keinen Vergleich zu scheuen. Sie gehörten nach wie vor mit zu den günstigsten Anbietern im Schaumburger Land, was im Übrigen auch auf die Energiearten Strom, Wasser und Abwasser zutreffe. Wer selbst vergleichen wolle, könne das auf einschlägigen Internetseiten tun wie etwa www.verivox.de

Hunker wies zudem darauf hin, dass die Ölpreisbindung nicht aufgehoben worden sei. „Sie gibt es nach wie vor.“ Sie sei noch kürzlich von Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos gelobt worden, als im Zuge der sinkenden Ölpreise auch die Gaspreise sanken. Es sei nach wie vor erklärtes Ziel der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, die Preise so schnell wie möglich an die Verbraucher weiterzugeben: in den vergangenen Monaten nach oben, mit dem 1. Januar und jetzt zum 1. April aber auch innerhalb kurzer Zeit zweimal nach unten. „Eine Politik, die wir schon immer so gehandhabt haben“, so Hellmann und Brombach unisono. Beide wiesen erneut auf den Spagat hin, in dem Unternehmen wie die Stadtwerke stünden: Zum einen müsse das Unternehmen auf wirtschaftlich gesunden Füßen stehen, zum anderen fordere der Verbraucher möglichst niedrige Energiepreise.

Dass die Stadtwerke Schaumburg-Lippe mit ihren Energiepreisen gut aufgestellt sind, scheint auch der eingangs zitierte Kritiker so zu sehen. Er ist nach wie vor Kunde der Stadtwerke, so die Aussage auf der Pressekonferenz. „Das sollte seriösen Lesern zu denken geben.“




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