weather-image
×

Förderverein demonstriert: Die Enge im Stadthaus verdeutlicht die Enge in der Grundschule Evesen

Bürgermeister wird zum Frühstück geladen…

Bückeburg (bus). Der Förderverein der Grundschule Evesen hat mit einer außergewöhnlichen Aktion auf seine Anliegen aufmerksam gemacht. Am Montagmorgen enterte eine Delegation des Vereins kurzerhand den Eingangsflur des Stadthauses und baute dort eine komplette Sitzgarnitur auf. Mit dabei hatten die vier Familien zudem alles, was zu einem leckeren Frühstück dazu gehört. „Unser Besuch in der Stadtverwaltung soll vor allen Dingen dazu beitragen, dass wir nicht in Vergessenheit geraten“, sagten die Frühstücksgäste.

veröffentlicht am 29.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

Den Vereinsmitgliedern geht es in erster Linie um eine Verbesserung der ihrer Auffassung nach unhaltbaren räumlichen Situation im Eveser Schulgebäude. Hier werden derzeit 45 Kinder im „offenen Ganztag“ betreut. Die Betreuung darf allerdings nicht in der relativ groß bemessenen Mensa erfolgen. „Und die verbleibenden zwei Räume reichen bei weitem nicht aus“, beteuern die Förderer. Zudem komme es wegen der beengten Verhältnisse immer wieder dazu, dass auf dem Pausenflur Fluchtwege zugestellt würden. Des Weiteren drohten den Mädchen und Jungen Beeinträchtigungen der körperlichen Unversehrtheit. „Beim Umziehen und dem Aufsetzen der Tornister kann es schon mal eine blutige Nase geben.“

Die Probleme könnten nach Meinung des Vereins am besten durch die Errichtung einer Pausenhalle aus der Welt geschafft werden. Mit dieser Meinung geht auch die Gesamtkonferenz der Schule konform. Darüber hinaus stünden zahlreiche Politiker dem Pausenhallenbau positiv gegenüber, betonen Vereinssprecher. „Wir reden in diesem Zusammenhang also nicht von einem frommen Wunsch.“ Im Verein ist nach wie vor viel Sympathie für einen vom Eveser Architekt Peter Hopf vorgelegten Entwurf zu finden, welcher allerdings bei den politischen Entscheidungsträgern auf wenig Gegenliebe stößt – er ist schlichtweg zu teuer. Dessen Realisierung käme einem Vorzeigeobjekt gleich. „Wir wären aber auch mit weniger zufrieden“, lassen die Sprecher wissen.

Gegenwärtig herrscht in den Reihen der Befürworter der Eindruck, dass der gesamte Komplex „ein wenig ins Stocken“ geraten sei. Dieser Empfindung trat Bürgermeister Reiner Brombach entgegen, der sich für etwa zehn Minuten zu den unangemeldeten Besuchern gesellte. Brombach teilte den Gästen mit, dass die Thematik während der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses am 26. April nochmals auf der Tagesordnung zu finden sein werde. Sprachs, wünschte „gutes Weiterfrühstücken“ und begab sich zurück ins Bürgermeisterzimmer.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige