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177 Soldaten legen ihr Gelöbnis oder ihren Eid ab

„Bundeswehr ist unverzichtbar“

Bückeburg (mig). Das feierliche Gelöbnis/Ablegen des Diensteids auf dem Gelände der Jägerkaserne haben am Donnerstag rund 500 Besucher aus ganz Deutschland miterlebt. Viele Eltern und Verwandte waren schon früh angereist, um sich die besten Plätze zu sichern. Hauptpersonen waren aber die 117 Soldaten der Rekrutenkompanie 4 der Heeresfliegerwaffenschule und die 55 Soldaten der 6. Kompanie des schweren Pionierbataillons Minden. Angeführt vom Tschingderassa des Luftwaffenmusikkorps 3 marschierten die Soldaten auf den Sportplatz – dann hieß es „Stillgestanden und „Augen geradeaus“. In seinen Grußworten lobte Bürgermeister Reiner Brombach die Soldaten, für das „Wohl der Gesellschaft Einschränkungen der persönlichen Freiheit zu akzeptieren“. Das sei in der heutigen Zeit keinesfalls eine Selbstverständlichkeit mehr. Und weiter: „In meinen Dank möchte ich ausdrücklich auch die Ersatzdienstleistenden mit einschließen.“

veröffentlicht am 26.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

Auch die zukünftigen Veränderungen sparte Brombach, der sich vor allem dem „Bürger in Uniform“ verpflichtet fühlt, nicht aus. Zwar sei die Aussetzung der Wehrpflicht, angesichts der Kürzungen im Bereich der Bundeswehr und der Dauer des Grundwehrdienstes, gerechtfertigt, trotzdem werde man in Zukunft daran interessiert sein, dass die Bundeswehr die Achtung und Anerkennung behalte, die sie in den vergangenen Jahrzehnten gehabt habe, so der Bürgermeister. „Insbesondere die friedenssichernden Einsätze in den Krisenregionen Afghanistan und Südeuropa haben bewiesen, dass der Bestand der Bundeswehr sinnvoll und unverzichtbar ist.“

Nach einer Schilderung der Grundausbildung durch den Redner der Rekruten, Pionier Ozan Rafael Kaplan, war die Reihe am neuen Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Manzke räumte ein, dass ihn die Einladung zum Gelöbnis in jeder Hinsicht fordere, aber auch ehre. „Dass ich einmal zu einem Gelöbnis von Rekruten und Rekrutinnen sprechen würde, hätte ich mir vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können.“ Es sei vor allem der Respekt vor „Ihnen, die sie heute Ihr Gelöbnis sprechen und zusagen, unserm Land treu zu dienen und Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen, der mich motiviert, Ihnen meine Gedanken heute zu sagen“. Manzkes Rat nicht nur an die Rekruten: „Es braucht das Gespräch in unserem Land, stärker, als wir es in den letzten Jahren trainiert haben, das Gespräch über Überzeugungen, wofür ich zu streiten bereit bin.“




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