weather-image
20°
×

Sozialministerium stimmt zu / Pläne für Fachklinik im Krankenhaus in Warteschleife

Burghofklinik richtet Tagesklinik im ehemaligen Kirchenkreisamt ein

Rinteln (wm). Es war schon ein besonderer Anlass, der den Landtagsabgeordneten Dr.-Ing. Joachim Runkel (CDU) am letzten Freitag höchstpersönlich in die Burghofklinik führte: Nämlich den leitenden Ärzten Dr. Axel Weibezahl und Dr. Dagmar Rudolph-Weibezahl persönlich die Nachricht zu überbringen, dass der geplanten Tagesklinik nichts mehr im Wege stände.

veröffentlicht am 26.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

Eine Immobilie, in der die Tagesklinik eingerichtet werden soll, hat sich die Burghofklinik bereits per Vorvertrag gesichert: Das ehemalige Kirchenkreisamt am Blumenwall, ruhig wie verkehrsgünstig gelegen, von der "Burg" problemlos zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen. Umbauten seien selbstverständlich notwendig, betonte Weibezahl, aber Lage wie Gebäude für eine Tagesklinik ideal. Auch die Finanzierung sei gesichert. Voraussichtlich Ende April soll es losgehen. Das jetzt vom Sozialministerium genehmigte Konzept sieht die Einrichtung von 14 Psychiatrieplätzen und zehn Plätzen für Psychosomatik vor. Dr. Axel Weibezahl betonte, er freue sich besonders, dass das Projekt Tagesklinik "sachbezogenüber die Parteigrenzen hinweg von der Politik, besonders auch von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, unterstützt worden ist" - und das trotz knapper Kassen. Doch auch in der Politik habe man wohl die "Versorgungslücken" im Landkreis erkannt. Unabhängig von der Genehmigung der Tagesklinik wollen die beiden leitenden Ärzte das zweite Projekt, eine gemeindepsychiatrische Abteilung im Kreiskrankenhaus Rinteln (wir berichteten) weiter verfolgen. Eine Entscheidung werde es aber erst geben, wenn die Privatisierung des Landeskrankenhauses in Wunstorf abgeschlossen sei, stellte Runkel klar: "Zurzeit läuft hier das Bieterverfahren." Grundsätzlich allerdings stehe auch die Landesregierung für eine Dezentralisierung der psychiatrischen Versorgung. Mit der Einrichtung der Tagesklinik werde auch das Fachpersonal aufgestockt, kündigte Weibezahl an, konkrete Zahlen wollte er aber noch nicht nennen, das hänge auch vom Ergebnis der Verhandlungen mit den Krankenkassen ab. Weibezahl wie Runkel betonten gemeinsam, die Tagesklinik ermögliche eine "deutliche Verbesserung der Behandlung von psychisch Kranken in der Region". Durch die Tagesklinik sei es möglich, einen stationären Aufenthalt zu verkürzen und in Krisensituation schnell therapeutisch tätig werden zu können. Beides führe letztlich wiederum zu einer konkreten Kostenersparnis und passe damit in die politischen Bestrebungen im Rahmen der Gesundheitsreform.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige