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„Westfalia“ feiert sein Verbandsfest / „Ruhe siegt“ feiert Schützenfest

Cammer zwei Tage lang vom Grün der Schützenröcke geprägt

Während des Ehrentanzes wird das Vergnügen deutlich, mit dem König Bernd und Königin Michaela bei der Sache sind.

veröffentlicht am 22.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 19:21 Uhr

Cammer (bus). Die Ortschaft Cammer ist zwei Tage lang vom Grün der Schützenröcke geprägt gewesen. Am Mittwoch war der örtliche Verein „Ruhe siegt“ Gastgeber des Verbandsfestes des Petershagener Schützenbundes „Westfalia“, am Himmelfahrtstag feierten die Cammeruner ihr eigenes Schützenfest. „Beide Ereignisse können ohne Wenn und Aber auf der Habenseite verbucht werden“, bilanzierte der „Ruhe siegt“-Vorsitzende Christoph Kalthegener das Geschehen.

Die 1919 aus der Taufe gehobene Cammeruner Vereinigung war in diesem Jahr zum sechsten Mal Gastgeber von „Westfalia“. Die Mitgliedschaft beruht auf der früheren Zugehörigkeit der Gemeinde zum ehemaligen Amt Windheim. Über Kriegswirren und politisch verfügte Gebietsreformen hinaus hält Cammer dem Verband, zu dessen Gründern es 1929 zählte, seit nunmehr 80 Jahren die Treue. Für die musikalische Umrahmung des Festaktes zeichnete das Schnathorster Blasorchester verantwortlich.

Tags darauf griffen gleich drei Formationen auf und vor dem am Dorfgemeinschaftshaus errichteten Festzelt zu den Instrumenten. Beteiligt am Gesamterfolg des Feierreigens waren die Feuerwehrkapelle Bierde-Schlüsselburg, die Sülter Musikanten und die Cammeruner Dorfkapelle. Zudem versorgte am Abend Diskjockey Holger die Besucher mit Tanzmusik. Das Großaufgebot verdeutlichte das Engagement, mit dem die Organisatoren die Aufrechterhaltung des mittlerweile weit und breit letzten „richtigen“ Schützenfestes betreiben. Außer in wesentlich größeren Kommunen haben in den zurückliegenden Jahren ringsum alle Vereine die Segel gestrichen und auf die Ausrichtung von Zeltfesten traditioneller Machart verzichtet.

Dass sich „Ruhe siegt“ auch schießsportlich auf einem guten Weg befindet, stellten die zahlreichen Stechdurchgänge vor den Scheiben unter Beweis. Im wichtigsten Wettbewerb um die Ehre des Bürgerkönigs setzte sich schließlich Bernd Brinkmann durch. Der Päpinghauser ließ den amtierenden König Marco Horn sowie Klaus Westphal um jeweils einen Ring hinter sich. Jugendkönig wurde Hannes Terner, der im dritten Stechen Lars Kellermeier und Timo Horn auf die Plätze verwies. Der Pokal der Könige ging an Frank Lahmann. Bei der Konkurrenz „Wildmotiv“ lautete die Reihenfolge: Lars Kellermeier vor Frank Spannuth und Phillip Johnen.

Im separat ausgeschossenen Pokal der Vereine kam der Sportverein Päpinghausen-Cammer auf den ersten Platz, den zweite Rang erreichte die Dorfjugend Cammer, der Heimat- und Trachtenverein wurde Dritter.

Als beste Einzelschützen zeichnete Schützenchef Kalthegener Rolf Heine (Sportverein), Ludwig Schäkel (Trachtenverein) und Friedrich Hattendorf (Dorfjugend) aus. Besonders erfreut – „ein ganz tolles Ergebnis“ – war der Vereinschef über das Resultat in der Schüler-Abteilung. Hier belegten mit Kirsten Heuer, Larissa Gräfen und Kirsten Heine ausnahmslos junge Schützenschwestern die vorderen Ränge.




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