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Geringe Beteiligung an der Hauptversammlung – so gerade eben genug Delegierte gefunden

CDU holt Atem zwischen den Wahlkämpfen

Bückeburg (rc). Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes haben offensichtlich die relativ wahlkampffreie Zeit genutzt und glänzten auf der Hauptversammlung durch Abwesenheit. Lediglich 21 von insgesamt 167 hatten den Weg in den Le-Theule-Saal gefunden: gerade genug, um 17 Delegierte für den Kreisparteitag wählen und eine unabhängige Zählkommission zusammenstellen zu können. Bei den Ersatzdelegierten musste dann bereits auf Kandidaten zurückgegriffen werden, die im Vorfeld der Versammlung ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatten, obwohl sie persönlich nicht anwesend waren.

veröffentlicht am 26.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

„Die Beteiligung lässt leider sehr zur wünschen übrig“, konstatierte der CDU-Vorsitzende Thorwald Hey, um dann den Jahresbericht zu geben. Das Jahr 2008 war vor allem durch den Bundestagswahlkampf und die Unterstützung des Bückeburgers Christopher Wuttke geprägt. „Wir haben vieles geleistet und so manche Kuriosität erlebt wie etwa beim morgendlichen Äpfel verteilen auf dem Bahnhof, als wir öfter gefragt wurden, ob wir dafür überhaupt eine Genehmigung haben.“ Am Ende habe Wuttke leider nicht den Wahlkreis gewonnen, aber Sebastian Edathy hat doch „zittern und bangen müssen“. In diesem Jahr steht noch der Wahlkampf um das Landratsamt an, erinnerte Hey an bevorstehende Aufgaben. Und 2011 ist dann Kommunalwahl.

„Den Wahlkampf, den Christopher Wuttke gemacht hat, sollten wir uns für 2011 als Beispiel nehmen“, legte der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Wohlgemuth in seinem Bericht aus der Fraktion schon einmal die Messlatte für 2011 zurecht. Die Fraktion müsse den Finger dorthin legen, wo es der Mehrheit wehtut. „Ich denke, dass haben wir in den vergangenen Monaten getan und werden es weiter tun.“

Bis dahin muss die CDU allerdings ihre Kriegskasse schonen, wie sowohl Hey als auch Schatzmeisterin Marlies Rohde feststellten. So kostete der Bundestagswahlkampf die Bückeburger CDU rund 14 000 Euro, die sie größtenteils nur aus Rücklagen und Spenden finanzieren konnte. Einnahmen von knapp 14 000 Euro, von denen 7500 gleich an den Kreisverband abgeführt werden mussten, standen Ausgaben von knapp 22 000 Euro gegenüber. Thorwald Hey: „2010 können wir finanziell ein wenig Atem holen für die Kommunalwahl 2011.“

Axel Wohlgemuth

Nicht zum Besten steht es um den Fortbestand der Frauen-Union, wie deren Vorsitzende Elisabeth Lange im Jahresbericht feststellte. Zwar konnten elf Veranstaltungen mit größtenteils reger Beteiligung durchgeführt werden. „Inzwischen haben die meisten Frauen allerdings ein Alter erreicht, dass sie fast alle bei der Senioren-Union mitmachen müssten.“ Nachwuchs gebe es aber nicht. „Das mittlere Alter ist uns komplett weggebrochen, was übrigens auch für die Kreisebene gilt.“ Landes und Bundes-CDU würden sich nicht kümmern. Elisabeth Lange: „Alles hat seine Zeit, vielleicht ist es die unsere nicht mehr.“




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