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Verschleiß durch Auslandseinsätze und Alter der 100 Exemplare erfordern Aufarbeitung der Flugzelle und der Technik

CH-53 wird ab 2009 für 690 Millionen Euro modernisiert

Bückeburg. Die Bundeswehr muss bis 2014 rund 690 Millionen Euro in den Transporthubschrauber CH-53 investieren, um die rund 100 Maschinen flugfähig zu halten. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" und stützt sich dabei auf Erläuterungsblätter des Bundesverteidigungsministerium zum Haushalt.

veröffentlicht am 09.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Die CH-53 wird seit fast 30 Jahren bei den Heeresfliegern eingesetzt und trägt derzeit die Hauptlast der Auslandseinsätze der Bundeswehr in den diversen Krisengebieten der Welt wie Afghanistan oder aber dem Kongo. Sie transportiert Soldaten oder Material, ist mit zwei Turbinen ausgestattet und der einzige Transporthubschrauber der Bundeswehr. Um die Maschinen für Auslandseinsätze tauglich zu machen, wurden in den vergangene Jahren mehrere Exemplare zu so genannten GS-Typen umgerüstet. Sie haben Zusatztanks und damit eine längere Reichweite, außerdem wurden Anlagen zur Abwehr von Flugabwehrgeschossen eingebaut, zudem diverse technische Neuerungen vorgenommen, um zum Beispiel das Ansaugen von Staub und kleinen Steinchen in die empfindlichen Turbinen zu verhindern. Die lange Nutzungszeit und die extremen Klimaverhältnisse bei Auslandseinsätzen hätten nun "zu Konstruktions- und altersbedingtem Verschleiß" geführt. Wie die "Welt" berichtet, sollen die 690 Millionen Euro ab 2009 in eine so genannte Produktverbesserung fließen. So soll die Flugzelle neu aufgearbeitet werden und der Hubschrauber neue Funktechnik, Satellitenkommunikation und einen Autopiloten erhalten. Die Anschaffung neuer Hubschrauber sei nicht geplant, zumal derzeit auch kein Nachfolgesystem für die CH-53 auf dem Markt ist. Es werde aber überlegt, dass europäische Armeen gemeinsam mit den USA einen "Heavy Transport Helicopter" planen. Über Gedankenspiele sind die Planungen aber noch nicht hinausgekommen. Zusammen mit weiteren, bereits genehmigten Rüstungsprojekten - so erhalten allein die Heeresflieger noch den Kampfhubschrauber Tiger und den mittleren Transporthubschrauber NH-90 - werden die Investitionskosten für Großprojekte von in diesem Jahr vier Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro in 2009 steigen. Dies bringe den Verteidigungshaushalt an seine Grenzen. Ab 2010 werde der Etat "völlig durcheinander gebracht", da rund 23 Milliarden Euro für diverse Großprojekte aller Teilstreitkräfte in die Finanzplanung einbezogen werden müssen.




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