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Was Luhdens Bürgermeister bewegen will / Obstbäume als Geschenk beim Neubürger-Empfang

Chefsache 2007: Zabold kämpft um Betriebe

Luhden (tw). Er will der "Kümmerer" für Betriebe im Gewerbegebiet sein - und das "Wir-Gefühl" der Einwohner durch eine Fülle von Projekten stärken: Peter Zabold, neuer und umtriebiger Bürgermeister in Luhden, wird sich 2007 viel Arbeit machen.

veröffentlicht am 30.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:14 Uhr

Er will die Betriebe im Gewerbegebiet betreuen und dem Ort neue

"Unsere Möglichkeiten, dazu beizutragen, dass die Arbeitsplätze hier sicher sind, sind zwar begrenzt", sagt Zabold. Und ergänzt: "Aber ich werde alle, die wir haben, konsequent nutzen." Heißt: Der Bürgermeister wird einen ständigen "Gedankenaustausch" mit den Bestandsfirmen im Gewerbegebiet pflegen und Juckepunkte ausfindig machen. "Erste Gespräche mit Bahr (Modultechnik) und Honebein (Maschinen- und Gerätebau) habe ich bereits bei der Verabschiedung von Heinz Wischnat geführt." Gleich Anfang 2007 wird Zabold die Besuchstour, in die auch die anderen Luhdener Betriebe mit einbezogen werden sollen, gemeinsam mit Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann starten. Ebenso wichtig wie die Bestandspflege ist es Zabold, dass die Gemeinde das erst zu einem Drittel gefüllte Gewerbegebiet neuen, "zukunfts- und durchhaltefähigen" Firmen schmackhaft macht. Dabei setzt der Bürgermeister auf eine "multimediale Vermarktung" der Freiflächen, vor allem im Internet. Dazu beitragen wird www.luhden.de als neue Homepage und Präsentations-Plattform, die bereits im Frühjahr fix und fertig sein soll. Zabold: "Sie wird die Vorzüge des Standorts heraus kehren, Links zu den Luhdener Firmen enthalten, aber auch das Vermarkten der Grundstücke in den Wohnbaugebieten fördern und darüber hinaus als ,Schwarzes Brett' der Gemeinde dienen." Ein dickes Lob hat der Bürgermeister dabei für Christoph Tecklenburg: "Er hat sich sofort bereit erklärt, Jutta Schmidt-Hauschildt, die die Seite federführend einrichtet, zu unterstützen." Dass www.luhden.de auch mit der Homepage der Samtgemeinde verlinkt wird, die ihren Internetauftritt gleichfalls komplett überarbeitet, versteht sich von selbst. Stichwort Dorfgemeinschaft und -Verschönerung: "Willi Wolf hat die Patenschaft für einen der neuen Bäume an der Sporthalle übernommen", lobt Zabold. Das Beispiel soll Schule machen. Er selbst wird Pate einer Goldulme werden. Bürger, die nachziehen wollen, können sich ab sofort an Gemeindedirektorin Svenja Edler wenden: (0 57 22) 8 86 20. Damit nicht genug. Eine Tradition neu belebend, möchte Zabold Luhdener Neubürgern bei einem Empfang der Gemeinde, der alle sechs Monate stattfinden soll, einen Obstbaum als Willkommenspräsent überreichen. "Ich selbst habe damals einen erhalten, als ich mich in Luhden niederließ. Da wusste ich: Jetzt gehörst du dazu", erinnert sich der Bürgermeister dankbar. Da zu den Empfängen auch die Luhdener Vereine geladen werden sollen, könnten aus den Neubürgern zugleich - und zeitgleich - neue Mitglieder werden. Ebenfalls alle sechs Monate wird der Bürgermeister eine "Einwohner-Fragestunde" ins Leben rufen, welche die turnusgemäßen Sprechstunden ergänzt. Zabold: "Ich werde zunächst über das Geleistete informieren - danach heißt es ,Feuer frei' für Kritik und Anregungen." Bei weiteren Projekten, die für Luhden wünschenswert sind, ist die Gemeinde nicht Herr des Verfahrens. Etwa wenn es darum geht, die Straßen im Ort durch ein Beruhigen des Verkehrs noch sicherer zu machen. "Entsprechende Maßnahmen", so Zabold, "können wir erst dann umsetzen, wenn die Dorfstraße von einer Kreis- zu einer Gemeindestraße umgewidmet worden ist". Das soll im ersten Halbjahr 2007 der Fall sein. Was Zabold in Sachen Beruhigung konkret vorschwebt, will er noch nicht sagen. Nur so viel: "Die Maßnahmen werden für die nächsten 50 Jahre Bestand haben." Ähnliches gilt für das Ziel der Gemeinde, den Schwerlastverkehr aus dem Ortskern zu verbannen und auf die neue K 8 zu zwingen. Die Gedanken gehen derzeit in Richtung einer Tonnage-Begrenzung und/oder eines Nachfahrverbots für Lkw in den Wohngebieten. Ob all das gelingt? Peter Zabold glaubt fest daran, dass Luhden diese Ziele auch erreichen wird: "Der - neue - Schulterschluss zwischen den Fraktionen, den wir im Rat seit der jüngsten Kommunalwahl haben, macht mir Mut."




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