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Cima-Konzept für Einzelhandel verabschiedet

Stadthagen (ssr). Die Kreisstadt hat ein neues Einzelhandelskonzept. Bei Enthaltung der CDU-Fraktion hat der Rat das Cima-Gutachten nach monatelangeröffentlicher Debatte als Richtschnur für die kommenden Jahre verabschiedet. Zentrale Zielsetzung des Konzepts ist die bestmögliche Stärkung des Einzelhandels in der Innenstadt.

veröffentlicht am 10.07.2008 um 00:00 Uhr

Das "schwierige Austarieren zwischen den Interessen der Innenstadt und Ansiedlungsbegehren am Stadtrand" sei und bleibe für die Kreisstadt "eine sensible Aufgabe, die genaues Hinschauen erfordert", sagte SPD-Fraktionschef Karsten Becker. Dafür biete das Cima-Konzept "einen guten Rahmen, der genügend Freiraum im Detail lässt". Uneingeschränkt zustimmen konnte dem Gutachten auch die Fraktion Grüne/WIR. Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) bekundete namens der Verwaltung, die Innenstadt solle nach Kräften gestärkt werden, gab aber zu: "Wir werden auf Dauer den Trend in Richtung ,Grüne Wiese' nicht komplett aufhalten können." Bei grundlegender Zustimmung zu den Cima-Kerninhalten kam von der Stadthäger CDU zurückhaltende Kritik. Das Gutachten an ein externes Institut in Auftrag zu geben, wäre "nicht unbedingt nötig gewesen", monierte Fraktionschef Gunter Feuerbach. Die CDU wolle unterm Strich das Gutachten nicht beschließen, sondern "zur Kenntnis nehmen, daher enthalten wir uns", tat Feuerbach kund. Das sind die Kernpunkte: Am Stadtrand sollen sogenannte "zentren-relevante" Sortimente nur in sehr eng gestecktem Umfang zugelassen werden. Hingegen soll die Ausweitung einiger wenigeräußerer Standorte (Südliche Jahnstraße und Großes Klosterfeld) mit "nicht zentrenrelevanten" Artikeln Stadthagen insgesamt zugutekommen. Die Bildung zusätzlicher altstadtnaher "Nebenzentren" - etwa auf dem Festplatz oder dem "Kuhlemann'schen Tonloch" - ist definitiv auszuschließen. Auch entlang der sogenannten "Boulevards", also der Einfallstraßen, soll das vermieden werden. Konsolidiert werden sollen hingegen die bestehenden kleinen Handelszentren an der Breslauer Straße und an der Bahnhofstraße. Eine städtebaulich angenehmere Anbindung von Hagemeyer an den Marktplatz, eine große Ansiedlung südlich der Marktpassage und ein effektives Leerstands-Management werden angestrebt.




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