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"RegioPort" im Ortsrat Cammer: "Verkehr muss auf die Bundesstraße"

Containerhafen-Initiative will "nicht prüfen, sondern klagen"

Cammer (bus). Die in Cammer angesiedelte Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) signalisiert nach wie vor Bereitschaft, gegen die Errichtung des zwischen B 482 und Schaumburge r Wald am Mittellandkanal geplanten Containerterminals "RegioPort Weser" vor Gericht zu ziehen. "Es gibt Fakten, die gegen geltendes Recht verstoßen und nicht hinnehmbar sind", betonte Bicon-Vorstand Uwe Tönsing während der jüngsten Sitzung des Cammeruner Ortsrates. Die Initiative werde "nicht prüfen sondern klagen".

veröffentlicht am 19.07.2008 um 00:00 Uhr

Nach Auffassung der Bicon steht vor allen Dingen das Lärmgutachten auf unsicherem rechtlichen Grund. "Das Gutachten ist falsch", sagte Tönsing während der Erörterungen des aktuellen Sachstandes. Darüber hinaus monierte der Initiativensprecher die Zurückhaltung mehrerer Gutachter gegenüber den Hafengegnern. Hansch (Hans Jürgen Hansch, Geschäftsführer der Mindener Hafen GmbH) und Minden hätten sich "eine gewisse Parteilichkeit gesichert". Uwe Tönsing: "Die Gutachten sind nicht neutral." Bückeburgs Baubereichsleiter Karlheinz Soppe hatte den Ortsratsmitgliedern und der umfangreichen Zuhörerschaft zuvor erläutert, dass die von der Verwaltung der ehemaligen Residenzstadt vorgetragenen Bedenken "größtenteils auf die nächsten Planungsebenen verschoben" worden seien. Als "nächste Ebenen" sieht das Verfahren die Änderung des Flächennutzungsplanes und das Planfeststellungsverfahren vor. In den beratenden Gremien sind sowohl die Kreise Minden-Lübbecke und Schaumburg als auch die Städte Minden und Bückeburg vertreten. "Zusammen mit dem Landkreis verfügen wir über ein großes Mitspracherecht", erklärte der Baubereichsleiter. Cammers Lokalpolitiker legen ein besonderes Augenmerk darauf, die Ortschaft von zusätzlichem Schwerlastverkehr freizuhalten. Derzeit fahren nach Auskunft von Ortsbürgermeister Friedrich Rösener pro Woche 1700 Lastkraftwagen über "Dankerser Straße" und "Cammer Brink". Tönsing zitierte ein Gutachten, das weitere 410 LKW prognostiziert - pro Tag. "Der Verkehr muss auf die Bundesstraße", unterstrich Rösener. Ansonsten werde er sich vehement für eine Beschränkung der Tonnage auf Cammers Straßen einsetzen.




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