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Phil-Collins-Tribute-Band schafft sich mit ihrem Volltreffer-Auftritt in Bad Eilsen eine neue Fangemeinde

Coverband „Still Collins“ bringt Kursaal zum Kochen

Bad Eilsen (möh). Lauter Jubel, begeistertes Pfeifen und kräftiges In-die-Hände-Klatschen – die Stimmung im Kursaal kochte. Die Gemeinde Bad Eilsen mit ihrer Touristikmanagerin Elke Dralle hatte mit der Verpflichtung der Coverband „Still Collins“ einen Volltreffer gelandet.

veröffentlicht am 15.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 22:41 Uhr

Bereits der Name der Band ist Programm. Wenn auch nicht ganz ausverkauft, so belagerten denn doch mehrere hundert Zuhörer die Bühne und erlebten ein Konzert der Extra-Klasse. Viele der Gäste schlossen die Augen und lauschten „Still Collins“-Frontmann Sven Komp, der nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit einer sehenswerten Show und hervorragenden Interpretationen des Originals überzeugte. Einmalig sein Minenspiel, einfach unübertrefflich der Wechsel vom bösen, ernsten Gesichtsausdruckes ins verzweifelt Überraschte, naiv Kindliche, vom Tattergreis bis zum übertrieben coolen gehabe – ein wahrer Meister der Verwandlung. Eine begeisterte Konzertbesucherin: „Sven Komp trifft Stimme und Stimmung des ‚Genesis‘-Sängers voll.“ Die Ankündigung der Gruppe – „Wir wollen diesen altehrwürdigen Mauern des Kursaals neues Leben einhauchen“ – ging in Erfüllung.

Von Beginn an herrschte eine unglaubliche Atmosphäre im Saal. Die Tribute-Band drehte natürlich den Stimmungspegel mit „Dukes Intro“ und „No Son of mine“ sofort auf „volle Pulle“. Wie ein Fieber breitete sich die Ausgelassenheit im Disco-Licht aus. Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, Paare und Grüppchen lauschten gierig, in der Hand ein Getränk und auf den Lippen die nächste Textzeile. „Still Collins“ weckt Erinnerungen. „1976 war ich mit 14 Jahren auf meinem ersten Genesis-Konzert“, erzählte ein Besucher.

Das Publikum verneigte sich vor der Band, denn nicht nur Sänger Komp, sondern die gesamte Band können dem Original durchaus das Wasser reichen. Denn auch Uli Opfergeld (Gitarre), Christoph Wüllner (Keyboard), Wolfgang Braun (Keyboard); Martin Littfinski (Schlagzeug), Markus Hartmann (Bass) und Samira Saygili (Backgroundgesang) wissen ziemlich genau, wie sie eine Menge tanzwütiger Leute mitreißen können. Der wilde Arm- und Beinschwinger, der zurückhaltende Fußwipper und der zufriedene Kopfnicker. Praktisch niemand schaffte es, sich dem Bewegungsdrang völlig zu widersetzen –- erst recht nicht nach der entsprechenden Aufforderung des sympathischen Sängers mit dem Lockenschopf.

„I can’t dance“, „Something happened on the Way to Heaven“, „Don’t lose my Number“, „Easy Lover“ lauten die Titel der Ohrwürmer des unverwechselbaren Londoner Sängers Phil Collins, der 1970 als Schlagzeuger zur Band „Genesis“ stieß und diese 1996 zugunsten seiner Solo-Karriere wieder verließ. Einer jüngeren Generation ist Collins vor allem durch seine Soundtracks bekannt. Für die Musik zum Disney-Film „Tarzan“ erhielt er sogar einen Oscar.

Nach dem Höhepunkt des Abends mit „In the Air tonight“ gab es schließlich frenetischen Beifall und lange Zugabe-Rufe. Bei diesem tollen Publikum im Kursaal ließen sich „Still Collins“ nicht lange bitten. Die Band, sie begann 1995 als „Feel Collins“, hatte bereits nach zwei Jahren Kultstatus im Kölner Raum. Mittlerweile spielt sie unter „Still Collins“ gut 80 Gigs pro Jahr. Die Hauptzielgruppe der Band liegt zwischen 33 und 56 Jahren – mit einem relativ hohen Frauenanteil.

Elke Dralle hatte „Still Collins“ zufällig im Fernsehen gesehen und gehört. Ihr erster Gedanke: „Diese Gruppe muss in Bad Eilsen auftreten.“ Und sie hatte Glück. „Still Collins“ hatte bereits einen Auftritt in Peine geplant. So gaben sie auf dem Weg dorthin ein Konzert im Kursaal, mit Ausstrahlung auch über die heimischen Grenzen hinaus. Die Autokennzeichen draußen reichten von Bielefeld bis Hannover.




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