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Auf dem „Deisterring“ liefern sich kleine Flitzer schnelle Rennen / Für Gruppen besondere Angebote

„Da haben auch Kinder über 30 ihren Spaß“

Lauenau (nah). Der Deister ist für alles gut. Jetzt hat er seinen Namen sogar für eine Rennstrecke hergeben dürfen. Doch zum Glück röhren keine Motoren im Wald um die Wette. Das Ganze geht eher lautlos vonstatten, aber nicht minder professionell auf dem neuen „Deisterring“.

veröffentlicht am 02.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:22 Uhr

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine sechsspurige Modellrennbahn. Der Parcours mit vielen Kurven ist genau 41,5 Meter lang und besteht aus kunststoffbeschichtetem Holz. Sechs Monate lang haben Stephan Große, Ralf Mantik, Mark Richter und Ralf Horstmeier daran gearbeitet, bis sie jetzt endlich mit einem „Tag der offenen Tür“ ihr Werk dem Publikum vorstellen konnten.

In einer ehemaligen Werkstatt im Gebäudekomplex Regenberg staunten die Besucher nicht schlecht über Rennbahn und Ambiente, über Reparaturbox und erhöhter Empore für die Rennleitung. „Das alles ist nur mit extremem Idealismus möglich“, gesteht Stephan Große ein. Das Projekt ist nicht gewerblich ausgerichtet, sondern wird privat betrieben.

Wohin so viel Idealismus führen kann, wird beim Blick auf die Internetseite www.deisterring.de deutlich. In einer Unwetternacht stand das damals schon fast fertige Domizil fünf Zentimeter unter Wasser: Holz und Teppiche mussten raus.

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Jörn (8) und Ole (11) aus Apelern: „Wir finden die Rennbahn echt cool. “

Große und seine Freunde treffen sich regelmäßig zum Fachsimpeln, zum Fahren und im Bedarfsfall zum Reparieren. Aber sie wollen auch andere Interessierte an ihrem Hobby teilhaben lassen. An jedem ersten Mittwoch im Monat bieten sie Anfängern ab 19 Uhr eine Gelegenheit zum Training. Das müssen nicht nur junge Besucher sein: „Da haben bestimmt auch Kinder über 30 ihren Spaß“, glaubt Große.

Freitags stehen stets die Könner an der Piste. Da ist das eigene Auto Bedingung. Wahlweise beläuft sich der Kostenbeitrag auf einen einmaligen Besuch oder ein Monatsabonnement. Das Quartett bietet auch Gruppen etwas Besonderes: Ein Betriebsausflug oder ein Kindergeburtstag könnte ebenfalls zwischen Haarnadelkurven und Zielgeraden stattfinden.

Die Rennwagen sehen rein äußerlich wie die handelsüblichen Modelle aus. Aber unter der Plastikkarosse gibt es schon einige wesentliche Veränderungen: Federleicht müssen die Aufbauten sein; das Chassis jedoch besteht aus einer schon recht schweren Messingplatte, einer präzisen Federung und dem Leitkeil, der den Mini-Boliden in der Spur hält. Das Gewicht ist wichtig, damit die Reifen auf der absolut ebenen Streckenoberfläche den richtigen Grip haben – wie im normalen Straßenverkehr halt auch. So geht es mit für Modelle atemberaubendem Tempo 30 in die Kurven – bis zu 250 Runden lang.




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