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BMX-Bahn, Straßen und Krippe: Helpsen plant Investitionen in Höhe von 419 200 Euro / Rücklage wächst wieder

„Da könnten andere Gemeinden glatt neidisch werden“

Helpsen (gus). Die Gemeinde Helpsen plant für 2010 Investitionen mit einem Kostenumfang von 419 200 Euro. Die wichtigsten Punkte sind der gemeinsame Krippenneubau mit der Gemeinde Seggebruch, die ebenfalls gemeinsam zu finanzierende BMX-Bahn und Straßenbau.

veröffentlicht am 19.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:42 Uhr

Der Anteil der Gemeinde Helpsen am Krippenneubau schräg gegenüber dem Kindergarten Bergkrug beträgt 150 000 Euro. Dieselbe Summe übernimmt Seggebruch. 420 000 Euro stehen den Kommunen als Zuschuss vom Land Niedersachsen zu. Ob dieser Zuschuss allerdings auch in der Höhe in 2010 gezahlt wird, sei abzuwarten, meinte SPD-Fraktionssprecher Manfred Kesselring. Möglicherweise müssen die Gemeinden in Vorleistung treten.

Unter den Punkt „Ausbau von Spielplätzen“ hat die Gemeinde das Geld für die BMX-Bahn gestellt. 20 000 Euro soll Helpsen dafür berappen. Allerdings könnte diese Summe auch geringer ausfallen. Der Seggebrucher Gemeinderat erwartet von der Nachbargemeinde laut Etat 2010 lediglich 15 000 Euro an Zuzahlung. Wenn sich die aktuellen Kostenvoranschläge bewahrheiten, kostet die BMX-Bahn sogar insgesamt nur 25 000 Euro, sagte Bürgermeister Adolf Neitsch. Außerdem hoffen die Politiker noch auf die finanzielle Beteiligung der Gemeinde Hespe. Deren Haushalt wird am Montag, 22. Januar, beraten.

30 000 Euro plant die Gemeinde Helpsen für Straßenbaumaßnahmen ein. Welche Wege unters Messer kommen, ist noch nicht restlos festgelegt. Allerdings hatte der Bauausschuss bereits dahin tendiert, dass die Absackungen am Rad- und Fußweg vom Rauhen Kamp in Richtung Bahnhof eine gewisse Priorität besitzen. Umfangreiche Sanierungen sind nicht vorgesehen.

Die Einnahmen- und Ausgabenseite im Verwaltungshaushalt gestaltet sich in 2010 wieder deutlich angenehmer als in 2009. Da war die Gewerbesteuereinnahme im Vergleich zu 2008 um mehr als eine Million Euro zurückgegangen. Die Kreis- und Samtgemeindeumlage aus den Steuereinnahmen wurden allerdings an den tatsächlichen Einnahmen von 2008 errechnet. Deshalb war der Etat 2009 von geringeren Einnahmen und höherer Umlagezahlung belastet.

In 2010 sinken die Umlagen, weil sie sich an den geringen Steuereinnahmen von 2009 orientieren, wie Martina Lohmann (Bündnis 2011) betonte. Die Gewerbesteuereinnahme soll wegen der leichten Erhöhung des Hebesatzes auf 310 Punkte um 30 000 auf 490 000 Euro steigen. Unterm Strich erwirtschaftet die Gemeinde aus den Einnahmen und Ausgaben des laufenden Geschäfts einen Überschuss von knapp 330 000 Euro, der für Investitionen verwendet werden kann. Die Rücklage wächst um 114 000 auf mehr als zwei Millionen Euro.

Kesselring bezeichnete den Haushalt als „recht positiv“. Andere Gemeinden könnten leicht neidisch werden auf ein solches Zahlenwerk in der aktuellen Finanzlage. Auch Lohmann lobte das Papier. Neitsch wies darauf hin, dass Gewerbesteuereinnahmen wie noch bis 2008 wohl nie wieder sprudeln werden. Grund dafür sei die jüngste Umsatzsteuerreform, die die kommunalen Einnahmen um zehn Prozent drücke.




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