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Alessandro Morandin (32) von der Eisdiele Venezia hat alle Hände voll zu tun / Seine Eisrezepte verrät er nicht

Darf’s eine Portion Schoko, Vanille oder Delfino sein?

Bückeburg (tla). Wie er das Eis macht, bleibt sein kleines Geheimnis. Das gibt er auch auf bohrendes Nachfragen unserer Zeitung nicht preis. Aber: Er liebt seinen Beruf und steht dafür auch schon einmal um 6 Uhr morgens auf. Das Handwerk hat Alessandro Morandin von seinem Vater Carlo gelernt. Seine neueste Kreation ist ein Ricotta-Eis, das er mit Birnenmus verfeinert. Die Eisdiele Venezia ist ein Familienbetrieb. Jeder hilft mit. Und wenn Kinder zu ihm kommen, geht sein Herz auf. „Die sind vor allem ehrlich. Kinder sind für mich wie die Erdbeere auf der Sahne. Einfach nur goldig“, sagt der 32-Jährige.

veröffentlicht am 16.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 21:41 Uhr

Er hat Freude daran, die leuchtenden Augen der Mädchen und Jungen zu sehen, wie sie ihren Eisbecher oder die Waffel in Händen halten und genüsslich daran schlecken. „Anfangs sind sie meistens noch unentschlossen – aber danach folgt ein Lächeln.“ Zu den Favoriten der jungen Gäste, für die es vor allem wichtig ist, dass das Eis bunt ist, gehören Waldmeister, Zuckerwatte, Schokolade oder Delfino. „Bei uns ist es ein blaues Eis, das nach Vanille und Früchten schmeckt.“

Insgesamt hat Alessandro Morandin, gelernter Einzelhandelskaufmann, bis zu 42 verschiedene Sorten im Angebot, die immer abwechselnd variieren können. Allerdings hält der Juniorchef nichts davon, seine Kunden zu viele Neuheiten probieren zu lassen. „Biereis braucht kein Mensch“, meint er voller Überzeugung. Die Klassiker wie Vanille, Schokolade, Erdbeere, Stracciatella oder Nuss sind für ihn da schon wesentlich bedeutsamer. „Erwachsene essen eigentlich fast alles gern“, weiß er aus Erfahrung nur zu gut. Ein „Renner“ ist die Cassata. Das ist eine Art Eistorte, die wie eine Halbkugel aussieht. Für Geburtstage, Hochzeiten oder andere festliche Anlässe kann diese Spezialität im Eiscafé Venezia bestellt werden. „Einige meiner Besucher kommen extra dafür aus Minden oder von noch weiter her zu mir in die Eisdiele.“ Seine Stammkunden genießen zu der Cassata oftmals eine Tasse Espresso oder Cappuccino. Diese Kombination ist nicht ungewöhnlich. Vor allem morgens essen die ersten Gäste – dazu zählen auch Senioren – neben der Zeitungslektüre und einem netten Plausch zuerst ihr Eis und trinken danach Kaffee oder eben umgekehrt.

Seine Arbeit bietet Alessandro Morandin viel Abwechslung und Spaß, selbst wenn es einmal etwas hektischer zugeht. „Dieser Beruf ist nichts für jedermann.“ Für ihn jedoch gehören das Eismachen und der Verkauf zur Routine. Er ist damit groß geworden. Alessandro Morandin vergleicht seine Tätigkeit mit der eines Kochs. „Die Rezepte habe ich alle im Kopf“, verrät der 32-Jährige, der sich nach Feierabend gern mit Freunden trifft, wenn diese nicht gerade zu ihm in die Eisdiele kommen. Geselligkeit ist Teil des Geschäfts und des Privatlebens.

Alessandro Morandin liebt seinen Beruf. Eine Kugel Vanille oder Schokolade geht immer.

Foto: tla




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