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Klaus Arnold: „Dr. Gerhard Pieper leistet beispielhaft ehrenamtliche Arbeit für das Hamelner Museum“

Das Gedächtnis von Hameln

HAMELN. Der Vorstand des Museumsvereins Hameln e. V. hat beschlossen, Dr. Gerhard Pieper die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen.

veröffentlicht am 20.07.2018 um 14:32 Uhr

Ein Ausschnitt aus dem Rattenfänger-Glasfenster. FOTO: Museum Hameln/PR

„Herr Dr. Gerhard Pieper ist aufgrund seiner intimen Kenntnisse für das Museum das historische Gedächtnis der Stadt Hameln. Seine ehrenamtliche Arbeit ist beispielhaft. Die von ihm mit erheblichen Eigenmitteln errichteten Dr.-Gerhard-Pieper-Stiftung ist bei der Finanzierung von Anschaffungen außer der Reihe besonders hilfreich“, würdigte der Vorsitzende des Museumsvereins Hameln, Klaus Arnold, die ehrenamtliche Arbeit des neuen Ehrenmitglieds. Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt der Museumsverein sowohl den langjährigen persönlichen Einsatz von Dr. Gerhard Pieper, unter anderem als Vorstandsmitglied und ehrenamtlicher Bibliotheksleiter, als auch seine herausragende Förderung des Museums durch die Gründung der Dr.- Gerhard-Pieper-Stiftung.

Die Stiftung fördert Ankäufe wertvoller Objekte für die museale Sammlung. Außerdem hat der Vorstand des Museumsvereins seinen Mitgliedern ein Rattenfänger-Glasfenster vorgestellt, das aus Mitteln der Dr.-Gerhard-Pieper-Stiftung erworben wurde und das ab sofort in der Dauerausstellung zu sehen sein wird.

Der 89-jährige Pieper arbeitet seit 1995 ehrenamtlich fast täglich in der Bibliothek des Museumsvereins und ist Mitglied im Vorstand. Er ist die Seele des Hauses und sein Wissen zur Hamelner Geschichte kennt keine Grenzen. Gern unterstützt er Schüler und Studenten bei ihren Facharbeiten, wenn Wikipedia in der Hamelner Geschichte nicht mehr weiter weiß, gewährt er ihnen Einblick in die ausgewählten Bücher der Vereinsbibliothek und unterstützt sie bei der Recherche. Auch so mancher Tourist, der auf den Spuren seiner Familiengeschichte in Hameln unterwegs ist, findet den Weg zum Museum. Dr. Pieper hat den gesamten Buch- und Zeitschriftenbestand des Museums digitalisiert. Auch umfangreiche Bildersammlungen wie Ansichten von Hameln und das Fotoarchiv des Museumsvereins legte er in Ordnern an.

Nebenbei hat er drei Bücher über Hameln veröffentlicht. Über Hamelner Straßen, Stadtgeschichte im Spiegel ihrer Straßennamen. Über die Festung Hameln, Geschichte, Bauwerke und Institutionen. Und Blickpunkte Hameln, verborgene kleine Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Während diese drei Bücher auch im Buchhandel erhältlich sind, gibt es Schriften von Dr. Pieper, die nur in der Bibliothek des Museums vorhanden sind.

Über Hamelner Persönlichkeiten mit rund 280 Lebensläufen, Daten zur Hamelner Geschichte vom Anfang bis zur Gegenwart, städtische Daten von 1954 bis 1972 mit Veröffentlichungen der Stadtverwaltung Hameln und Umgebung 1773, die Transkription einer Handschrift aus dem Jahr 1765 unter dem Titel: Herr: Collectanea sowie ein neuer Festungsplan im Museum von 1831.

Auch Bewohnerlisten verschiedener Straßen ab 1736 und ab 1862 erstellte Dr. Pieper. Ebenso hat er Stammbäume verschiedener Familien wie F. W. Meyer, Tönebön, Woltemate aus der Literatur erarbeitet, Vorträge gehalten über die Geschichte der Stadt Hameln und die Festung Hameln sowie Aufsätze über die Hamelner Geschichte geschrieben. So über die Herkunft des Namens Erichstraße. Die Glocken im Westturm des Münsters und über den so genannten Pferdedoktor-Stein.




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