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Bei Weihnachtsserenade treten Schaumburger Märchensänger und Jugendchor erstmals zusammen auf

„Das ist hier und heute eine Welturaufführung“

Bückeburg (jp). Mit einer Besonderheit in doppelter Hinsicht hat die Weihnachtsserenade gestern Abend aufgewartet: Zum einen musizierten bei der weihnachtlich-musikalischen Zusammenkunft vor der Kulisse des festlich beleuchteten Schlosses nicht nur die drei bewährten Träger dieses Kulturereignisses. Erstmalig erhielten das Blasorchester Bückeburger Jäger, der Schütte-Chor und der MGV von 1841 Verstärkung durch die Konzertchöre der Schaumburger Märchensänger und des Schaumburger Jugendchores.

veröffentlicht am 24.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Was aber der Weihnachtsserenade wirklich den Hauch des Außergewöhnlichen verlieh, war die Tatsache, dass Jugendchor und Märchensänger – die früher oftmals als rivalisierende Chöre betrachtet wurden – alle Lieder gemeinsam intonierten. „Das ist hier und heute eine echte Welturaufführung“, lobte Bürgermeister Reiner Brombach das Zusammengehen. Und als „musikhistorisches Ereignis für Bückeburg“ erachtete Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe den gemeinsamen Auftritt: „Wir vereinen uns alle unter dem Dach der Musik.“

Seltenheitswert hatten auch die Witterungsbedingungen. „Fröhliche Weihnacht“, „O Tannebaum“ und „Nun sei uns willkommen“ bei plus dreizehn Grad? Das dürfte es schon sehr lange nicht mehr gegeben haben. Der Weihnachtsstimmung taten die frühlingshaften Temperaturen indes ebenso wenig Abbruch wie dem Publikumszuspruch: Eine vierstellige Zahl von Zuhörern bevölkerte den Schlosshof vom Portal bis fast zurück zur Schlossbrücke, um den Klängen der fünf Ensembles zu lauschen.

Eröffnet hatte die Weihnachtsserenade das Blasorchester Bückeburger Jäger unter Leitung von Sven Schnee mit dem Festmarsch Tochter Zion. Es folgten abwechselnd der von Olga Otkupchyk dirigierte MGV und der von seinem Namensgeber geleitete Schütte-Chor mit deutschen und internationalen Weihnachtsliedern. Den Abschluss bildete das gemeinsame, mehrstimmige Singen von Schaumburger Jugendchor und Schaumburger Märchensängern, wobei sich deren Dirigenten Andreas Mattersteig und Sascha Davidovic ebenfalls abwechselten.

Dabei verzichtete das Blasorchester erstmalig auf die Begleitung bei „Stille Nacht“, um so den vierstimmigen Gesang der beiden Chöre ganz besonders zur Geltung kommen zu lassen.




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