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Zugang zu Musik schaffen: Das Detmolder Kammerorchester gibt am 6. Mai ein Familienkonzert

Das Publikum darf mitmischen

RODENBERG. Das Detmolder Kammerorchester tritt am Sonntag, 6. Mai, um 15 Uhr in der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt auf. Der Titel des Familienkonzertes lautet „Was für ein Musik-Theater“. Ziel der Veranstaltung ist es, junge Menschen mit klassischer Orchestermusik in Kontakt zu bringen.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 17:39 Uhr

Westfalen-Weser-Geschäftsführer Stephan Nahrath (von links), Christian Weyert (stellvertretender Vorsitzender des Orchester-Fördervereins), Ursula Hudalla (Chefin im Förderverein der Kirchengemeinde) und Stadtdirektor Georg Hudalla freuen sich auf da

Autor:

Guido Scholl
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Bewusst ist daher keine Pause eingeplant – stattdessen gibt es im Anschluss Kaffee und Kuchen. Und die Zuhörer können mitmachen. Seit 2017 gibt es diese Art Veranstaltungen, bei denen der Energieversorger Westfalen-Weser als Sponsor agiert und mit dem Detmolder Orchester kooperiert. Zehn Konzerte werden im Netzgebiet des Unternehmens in diesem Jahr realisiert, eines davon in Rodenberg. Während einer Regionalbeiratssitzung mit den kommunalen Vertretern war gefragt worden, wer Interesse hat, Austragungsort zu sein – Rodenbergs Stadtdirektor, Georg Hudalla, hob sofort die Hand.

Bei der Überzeugung des Pfarrers, St. Mariä Himmelfahrt als Konzertstätte zu gewinnen, half dessen Ehefrau Ursula, die als Vorsitzende des Fördervereins der Kirchengemeinde an bester Stelle saß. „Die Idee hat mich fasziniert“, betont der Stadtdirektor, wobei er gesteht, komplett unmusikalisch zu sein. Doch es sei wichtig, jungen Menschen Zugang zu Kunst und Kultur zu verschaffen. Einerseits, um das Forum gerade für die Klassik wieder zu erweitern, aber auch, um Kinder und Jugendliche zu motivieren, selbst Musik zu machen.

„Ein Instrument zu lernen, ist etwas fürs Leben“, sagt Stephan Nahrath, Geschäftsführer bei Westfalen Weser Energie. „Wenn Eltern keinen natürlichen Bezug zu Musik haben, dann ist das bei den Kindern meist auch so“, ergänzt Christian Weyert, stellvertretender Vorsitzender beim Förderverein des Kammerorchesters.

Studierte Musiker bilden das Detmolder Kammerorchester – nach dem Konzert erläutern einige davon gern ihre Instrumente. Foto: pr.
  • Studierte Musiker bilden das Detmolder Kammerorchester – nach dem Konzert erläutern einige davon gern ihre Instrumente. Foto: pr.

Das Ensemble hat Zugriff auf etwa 60 Musikstudenten, die teils kurz vor ihren Examen stehen. 25 Musiker werden in der Deisterstadt spielen. Bei solchen zahlenmäßigen Besetzungen nehmen die Zuhörer die einzelnen Instrumentenstimmen gezielter wahr als bei ganz großen Orchestern, weiß Weyert. Einige der Musiker bleiben nach Ende des Auftritts vor Ort und stehen als Ansprechpartner zu ihren Instrumenten zur Verfügung.

Das Publikum wird aktiv in das Konzert eingebunden, was weit über die Rolle des Applausgebers hinaus gehen soll. Auch die launige Moderation von Dirigent Guido Mürmann wird allenthalben gepriesen.

Für Jungen und Mädchen bis 13 Jahre ist der Eintritt frei, sie sollen sich aber im Vorverkauf dennoch eine Karte holen. Für alle übrigen Besucher kostet der Eintritt sieben Euro. Tickets gibt es im Vorfeld in der Deisterbuchhandlung.

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