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Rege Nachfrage nach Umschlags- und Gewerbeflächen im Hafen Berenbusch

Das Telefon steht nicht mehr still

Bückeburg. Die Nachfrage nach Umschlags- und Gewerbeflächen im Hafen Berenbusch ist extrem gestiegen. Seit die Sanierung des Hafengebietes und die Ertüchtigung der Kaikante begonnen haben, steht das Telefon nicht mehr still, sagte der Erste Beigeordnete und Hafen-Betriebsleiter Reiner Wilharm während eines Ortstermins in Berenbusch, als sich dort der Wirtschafts- und Finanzausschuss über den Stand der Dinge informierte.

veröffentlicht am 07.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

Insgesamt steckt die Stadt 5,3 Millionen Euro in die Sanierung des Hafens, das Land Niedersachsen ist – im ersten Abschnitt – mit einem Zuschuss von 1,5 Millionen Euro dabei. Der Landkreis ist mit 200 000 Euro im Boot. Nach der Ertüchtigung sollen mindestens 200 000 Tonnen jährlich umgeschlagen werden.

Wie Wilharm sowie Norbert Schneider vom Bauamt berichteten, werden sämtliche Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Gas sowie die Kanäle neu gemacht. Einer der alten Speicher im Hintergrund ist bereits komplett abgerissen, der Abriss des zweiten direkt an der Kaikante beginnt in Kürze. Die Flächen unmittelbar an der Kaikante hinter der Transportstraße sind bereits komplett vergeben. Neben dem Raiffeisen-Landbund, der auf seiner Fläche insgesamt sechs Silos für den Umschlag von Getreide errichten wird, wird eine zweite Fläche vom Mineralölhändler Schweppe genutzt, der ebenso wie der Landbund bereits am Hafen ansässig ist. Zwei weitere Umschlagplätze werden die Eggersmann Kieswerke und Ahe Schaumburger Weserkies, beide aus Rinteln, in Berenbusch einrichten. Auf der Fläche des abgerissenen Speichers im östlichen Hafenbereich hat sich der Holzrecycler Interseroh erweitert, der auch noch ein Verwaltungsgebäude errichten wird. Denn das Gebäude, in dem bisher die Verwaltung sitzt, wird abgerissen, die Fläche für den Kiesumschlag hergerichtet. Interseroh selbst wird keinen Umschlagplatz direkt am Hafen betreiben.

Am Eingang zum Hafen hat die Stadt mittlerweile eine leer stehende Werkstatt gekauft. Das Gebäude wird hergerichtet und vermietet. Vor dem Gebäude wird eine öffentliche Waage aufgebaut, um die Umschlagsmengen aus und in den Hafen zu wiegen. Die Waage ist bis 50 Tonnen ausgelegt und kostet rund 30 000 Euro. Betrieben wird die Waage, die am 1. Januar 2014 in Betrieb geht, von der Firma Interseroh.

Noch im Herbst wird die Sanierung und Verlängerung der Kaikante beginnen. Derzeit läuft die Ausschreibung. Die Kante wird um einen halben Meter erhöht. Sie wird künftig drei Liegeplätze haben und Platz für zwei 110 Meter lange Binnenschiffe und für ein 135 Meter langes Binnenschiff bieten. Dieser Platz kann auch von zwei je 85 Meter langen Binnenschiffen belegt werden. Der derzeit noch vorhandene Knick in der alten Kaikante wird – fast – begradigt.

Für den zweiten Abschnitt des Hafenausbaus, die hinteren Flächen zur Wohnbebauung Berenbusch hin, laufen die Planungen jetzt an. Derzeit wird an der Aufstellung eines Bebauungsplans gefeilt. Solange dieser nicht fertig ist, werden die Flächen im hinteren Bereich noch nicht aktiv vermarktet – auch, wenn es auch dafür schon genügend Nachfragen gibt.

Der Bauschutt aus dem Abriss der Speicher wird übrigens komplett recycelt und wieder verwendet. So fielen zum Beispiel beim Abriss des ersten Speichers 6000 Tonnen Ziegel und 6000 Tonnen Beton an, die entweder verkauft oder in stadteigene Flächen und Straßen eingebaut wurden.

Gleiches wird übrigens mit dem Aushub für das Regenrückhaltebecken passieren, das derzeit noch nicht ausgehoben werden kann, weil noch nicht alle Eidechsen umgesiedelt sind (wir berichteten). Der Aushub wird für die Auffüllung der Fläche des ehemaligen Tankhofs Harting verwendet. „Insgesamt sparen wir so 100 000 Euro“, freute sich Norbert Schneider.rc




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