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Untere Wasserbehörde und Gutachter lassen jede Woche den Boden an der Tankstelle kontrollieren

Defekter Tank: Landkreis behält Ölschaden im Blick

Bad Nenndorf (rwe). Der Ölschaden an der Tankstelle in der Rodenberger Allee wird Inhaber Wolfgang Seifert und auch die Behörden noch für Wochen beschäftigen. „Die Maßnahme läuft weiter“, heißt es aus dem Kreishaus.

veröffentlicht am 19.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

Wie berichtet, hatte am 20. August ein Leck im Tank für einen Großeinsatz gesorgt. Eine bisher unbekannte Menge Heizöl floss ins Erdreich. Der Landkreis spricht von 1000 bis 1500 Liter, Betreiber Wolfgang Seifert nennt keine Zahl und verweist auf den Gutachter, den die Versicherung eingesetzt hat. Es dürfte nicht mehr genau festzustellen sein, wie groß die Menge war, die nachts in den Rodebach und die Aue gelangt ist.

„Es ist verhältnismäßig gut gelaufen“, sagt Seifert rückblickend auf die schnelle Reaktion. Als Tankstellenwart kenne er sich aus und habe entsprechende Hilfsmittel für einen derartigen Schadensfall parat gehabt. Seifert: „Da zählt die Geschwindigkeit.“

Dem Inhaber wird vonseiten der Behörden auch kein Vorwurf gemacht, da der Behälter vorschriftsmäßig und auch zeitnah geprüft worden sei. Erst einen Monat zuvor hatte der TÜV den Heizöltank abgenommen, der mit dem Betrieb der Tankstelle nichts zu tun hat. „Der war für unsere Heizung“ sagt Seifert, der inzwischen auf Gas umgestellt hat..

Geradestehen für die Sanierungskosten muss der Betreiber trotzdem. „Er ist verantwortlich für die Zustandshaftung“, formuliert Kreispressesprecher Klaus Heimann die Rechtsgrundlage. Allerdings kommt die Versicherung für die Kosten auf. Diese könnten aufgrund der aufwendigen Sanierung und langwierigen Kontrollen am Ende in den sechsstelligen Bereich reichen.

Um das Öl aufzufangen und aus dem Boden herauszuholen, wurde sofort ein Brunnen gebohrt. Mittlerweile prüfen mehrere Messsonden auf dem Grundstück die restliche Verschmutzung. Für eine Abschlussbilanz ist es aus Sicht der Unteren Wasserbehörde zu früh. Sie rechnet damit, dass mindestens bis Ende des Jahres die Kontrolle der Bodenproben läuft, die wöchentlich von einer Spezialfirma gezogen werden. Sie geben die Werte an einen von den Gutachtern und den Landkreis weiter. Erst wenn die Konzentration unter dem Grenzwert von 300 Milligramm pro Kilogramm liegt, also bei 0,3 Promille, werde die Maßnahme abgeschlossen, erklärt die Behörde.




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