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Im März entscheidet Rodenberger Rat über Besetzung des Ehrenamtes / Ausschuss empfiehlt neue Richtlinien

Deisterstadt auf der Suche nach einem Jugendpfleger

Rodenberg (bab). Bereits im März soll der neue ehrenamtliche Jugendpfleger dem Rat vorgestellt werden. Das kündigten Verwaltung und die Vorsitzende des Jugendausschusses, Catrin Döpke (SPD), bei der jüngsten Sitzung an. Bis Ende Februar können sich Interessenten, die die Jugendarbeit übernehmen wollen, im Rathaus melden. Konkrete Details zu dem Amt gibt es noch nicht. Weder über die Zahl der Stunden wurde gesprochen, noch die Höhe der Aufwandsentschädigung oder den Umfang des Budgets. Dafür hat der Jugendausschuss mit einer Gegenstimme der Aktiven Demokraten die Richtlinien (wir berichteten) für den Jugendpfleger empfohlen.

veröffentlicht am 21.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:41 Uhr

„Ich wollte Bedenken äußern, dass dies der richtige Weg ist“, drückte Volker Dahle von den Aktiven Demokraten (AD) die Befürchtung aus, das Amt könnte überfrachtet werden. „Vorher hatten wir einen ehrenamtlichen Stadtjugendpfleger, einen Betreuer auf 400-Euro-Basis und ein Jugendparlament“, zählte er auf. Nun solle das alles eine Person machen.

„Das Jugendparlament haben wir ja nicht aufgelöst“, entgegnete Ralf Sassmann (WGR), und Döpke wies darauf hin, dass das Gremium Samtgemeindesache sei, während es in Rodenberg nur um die städtische Jugendpflege gehe. SPD-Fraktionssprecher Hans-Dieter Brand wollte nicht erneut eine Grundsatzdiskussion beginnen. „Wir haben das rauf und runter diskutiert“, klagte er. „Ich verstehe nicht , dass die Diskussion bei A wieder anfängt, obwohl wir schon bei Z sind.“ „Man kann ja nach einem Jahr zurückblicken“, schlug Sassmann vor. Die Stadt solle sich die Zeit nehmen und anschließend die Ergebnisse bewerten.

Hauptamtsleiter Günther Werhahn wies darauf hin, dass die Amtszeit des Jugendpflegers an die Ratsperiode gekoppelt ist, wie in den Richtlinien festgeschrieben wurde. „So kann man sich dem Thema immer wieder widmen, wenn man das möchte.“ Wehrhahn bittet Interessierte, die die Aufgabe übernehmen wollen, sich im Rodenberger Rathaus bei ihm zu melden, Telefon (0 57 23) 7 05 18. Auch an die Vorsitzende Döpke können die Bewerber herantreten.

Dahle hält das für problematisch, weil die Bewerber über eine Vergütung noch nicht informiert werden können. Der Rat behandele das bei den Haushaltsberatungen, bei der Ratssitzung im März, wie Wehrhahn ankündigte. Bei besagter Sitzung soll auch der neue Jugendpfleger vorgestellt werden.

Die Festlegung des Budgets stellt nach Meinung der Fraktionsspitzen kein Problem dar. „Wir hatten bisher auch 3000 Euro für die offene Jugendarbeit“, sagte CDU-Sprecher Carsten Schulz, und Brand rechnete den jährlichen Gesamtetat für die Jugendarbeit zusammen und stellte fest, dass die Stadt jährlich 15 700 Euro zur Verfügung stellt.




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