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Interesse "gut" bis "sehr gut" / Sigmund Graf Adelmann: Wir können sehr zufrieden sein / Tageshit ist Schloss Baum

Denkmalstag: Blicke hinter sonst geschlossene Türen

Bückeburg (bus). "Nirgendwo herrschte Flaute", hat Sigmund Graf Adelmann eine vorläufige Bilanz des "Tages des offenen Denkmals" gezogen. Gleichzeitig sei es an keinem Ort dermaßen überlaufen gewesen, dass dort eine unangenehme Enge aufgetreten wäre, sagte der Geschäftsführer der Schaumburger Landschaft, die hierzulande für die Organisation des bundesweit veranstalteten Denkmalstages verantwortlich zeichnete.

veröffentlicht am 15.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Die Schaumburger Aktion umfasste insgesamt 28 Sehenswürdigkeiten, deren Türen für gewöhnlich verschlossen bleiben. Neun Projekte lagen im Bereich der Stadt Bückeburg, respektive kurz hinter der Landesgrenze im westfälischen Frille. Zu besichtigen waren der neu angelegte Bauerngarten des Hofes Wehmeyer in Warber, die evangelisch-lutherische Kirche und das Forsthaus Meinser Kämpen in Meinsen sowie der Hof Barthold und die Leibzucht Prange in Cammer. In Rusbend war Schloss Baum einer der Tageshits. Die evangelisch-lutherische Kirche, Viets Dorfcafé und der Jüdische Friedhof warteten in Frille auf die Gäste. Obwohl der Veranstaltung mit dem "Tag der Heeresflieger" ein passabler Konkurrent um die Gunst des Publikums erwachsen war - das Knattern der Helikopter reichte bis weit westlich des Schaumburger Waldes - stießen die Denkmäler allerorten auf großes Interesse. Während die Schilderungen an den anderen Treffpunkten von "gut" bis "sehr gut" reichten, war Klaus Harms schlichtweg begeistert. Was der "Hausherr" von Schloss Baum vor allen Dingen auf die "ideale Witterung" zurückführte. "Besser geht es nicht", meinte Harms mit Blick auf die zahlreichen Fahrradgruppen, die dem Anwesen mitten im Schaumburger Wald einen Besuch abstatteten. In dessen historischem Ambiente war ein umfangreiches Rahenprogramm auf die Beine gestellt worden. Die Musiker des aus Rheine angereisten Ensembles "Saxophonia" intonierten inüberlieferten Gewändern Werke aus der Barockzeit, das Infanterieregiment "Graf Wilhelm" der Weckbatterie Wölpinghausen trat in Uniformen auf, die auf detaillierte Zeichnungen aus dem Jahr 1765 zurückgehen, und der Naturschutzbund Schaumburg steuerte Wissenswertes über den "Lebensraum Wald" sowie eine Erkundungstour für Kinder bei. "Wir können sehr zufrieden sein", fasste Adelmann am Ende zusammen.

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