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„Schaumburger Landschaft“ lädt zum dritten Mal in die Seeprovinz ein / Umfangreiches Programm

Denkmalstag lockt mit dem „Reiz des Verbundes“

Seeprovinz (jpw). Zum „Tag des offenen Denkmals“ lädt die „Schaumburger Landschaft“ in diesem Jahr für Sonntag, 12. September, in die Seeprovinz ein. Gemeint ist die Region zwischen Sachsenhagen, Steinhude, Großenheidorn, Idensen und Wölpinghausen.

veröffentlicht am 30.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:42 Uhr

Nach 1996 und 2003 öffnen einige Eigner von Kirchen, bäuerlichen Gebäuden, Schlössern, einem Industriedenkmal sowie der Festung Wilhelmstein zum Teil zum dritten Mal ihre Tore für die Besucher. Bei der ersten Auflage vor 14 Jahren hatten rund 3000 Besucher den Weg in das Grenzgebiet im Landkreis Schaumburg und der Region Hannover gefunden.

„In 25 beteiligten Denkmalen können die Besucher auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen“, sagte der Geschäftsführer der „Schaumburger Landschaft“, Sigmund Graf Adelmann, gestern bei der Vorstellung des Programmes vor Journalisten im Pfarrhof Bergkirchen.

Adelmann machte deutlich, dass im Schaumburger Programm für den Denkmalstag auch das bundesweite Thema „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ berücksichtigt sei. Oftmals sei es bei den Denkmälern darum gegangen, den „Reiz des Verbundes“, den Bezug zwischen Bauwerk und Landschaft darzustellen.

„Es wird nie langweilig“, meinte Adelmann, „auch deshalb, weil bei jeder Auflage neue Denkmäler dabei sind.“

So öffnet erstmals der Hof Nr. 20, die ehemalige Krugwirtschaft in Wölpinghausen, die Tore. Weitere Höfe in Auhagen und Wiedenbrügge sind dabei, das strich auch der Leiter der Arbeitsgruppe „Regionale Architektur und Kulturlandschaft“ der „Schaumburger Landschaft“, Manfred Röver, heraus.

Integriert in den Tag – zu dem an vielen Orten ein umfangreiches kulinarisches und musikalisches Angebot gehört – ist zum Beispiel in Sachsenhagen unter anderem die öffentliche Feier mit großem Programm für den neu gestalteten Marktplatz in der historischen Innenstadt; auf dem jüdischen Friedhof wird es die Vorstellung einer Familie geben. Die Arbeitsgruppe „Spurensuche“ und Mitglieder der IG Bauernhaus informieren am Schlossturm und am benachbarten Amtshaus aus aktuellem Anlass über „Setzungsprobleme bei Kulturdenkmalen“

Beteiligt sind auch alle Kirchengemeinden in den beteiligten Orten. In Hagenburg hat das Bergbaumuseum geöffnet, in Idensen stehen nach Angaben Rövers spezielle Fragen bei der Umnutzung alter kirchlicher Gebäude im Blickpunkt, in Steinhude ist die gerade in Restaurierung befindliche Windmühle „Paula“ zu besichtigen.

Der Geschäftsführer erinnerte daran, dass bei der ersten Auflage des Denkmalstages in der Seeprovinz im Jahr 1996 erstmals eine Radroute angeboten worden sei, die die Denkmale verbindet und die sich seither auch in den anderen sechs Schaumburger Regionen zum Erfolg entwickelt hat.

Rund 40 Kilometer misst die Radroute, um sämtliche Denkmäler ansteuern zu können, der ADFC und die „Alte Polizei“ bieten nach Angaben Adelmanns geführte Touren an.




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