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Partnerschaftsfest in der Remise / Geschenkübergabe und Workshop-Präsentation

Der Austausch fördert die Toleranz und die Völkerverständigung

Bückeburg (mig). Zu Gast bei Freunden: Mit einem bunten Partnerschaftsfest ist das Jubiläum zum 35-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Nieuwerkerk und Bückeburg in der Remise zu Ende gegangen. Neben Vorführungen verschiedener Gruppen und einem gemeinsamen Essen, wurden auch die Ergebnisse der Workshops präsentiert. Nieuwerkerks Bürgermeister Andre Bonthuis übergab ein Schlauchboot für die Jugendfeuerwehren.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 20:21 Uhr

Die Vorteile der Städtepartnerschaft zwischen Bückeburg und Nieuwerkerk kennen Benjamin, Lisa und Eline aus Holland ganz genau. „Das Essen ist lecker“, meint Lisa und schwenkt eifrig einen Bund aus schwarz-rot-goldenen und blau-weiß-roten Fähnchen. Lisa ist mit ihren Eltern, der Familie de Deugd, aus Nieuwerkerk angereist und wohnt an diesem Wochenende bei Stadtjugendwart Stefan Reinecke. „Wir haben schon seit Jahren enge Kontakte nach Bückeburg“, sagt Dorien van Leeuwen und kostet vom leckeren Puten-Geschnetzelten der Minchen-Crew. „Wir lernen voneinander, die Partnerschaft hat ein enges Band geknüpft.“ Sichtbar wird die enge Freundschaft in der Sitzordnung. Die Gäste aus Nieuwerkerk und Sablé sitzen bunt gemischt zwischen Bürgern aus Bückeburg, es wird viel gelacht, man klatscht und singt. „Wir können eben gut mit den Freunden aus Nieuwerkerk und Sablé“, meint ein Einheimischer und prostet seinem Gegenüber zu.

Zufrieden ist auch Bürgermeister Reiner Brombach: „Es war einfach großartig heute, alles ist super gelaufen.“ Die Stimmung sei hervorragend, so Brombach: „Trotz des Staus und des Unwetters bei der Anreise unserer Gäste.“ In seiner Festansprache betont der Bürgermeister dann, wie wichtig die – nach den Ereignissen des Zweiten Weltkries nicht selbstverständliche – Partnerschaft auch in Zukunft sei. Der Austausch fördere Toleranz und Völkerverständigung, „Intoleranz entsteht, wenn Menschen sich nicht mit den Gedanken der Anderen auseinandersetzen.“ Auch wenn Nieuwerkerk in naher Zukunft in der Region „Zuidplas“ aufgehen wird, habe man sich versprochen, die Partnerschaft „hoffentlich in gleicher Besetzung“ weiterzuführen.

Anschließend ging der Nieuwerkerker Bürgermeister Andre Bonthuis in seiner launigen Ansprache auf Brombachs „Besorgnis“ ein und beruhigte das Stadtoberhaupt. „Bückeburg muss sich keine Sorgen machen, Nieuwerkerk bleibt Nieuwerkerk. Es ist nur ein neuer Name. Wir werden zusammen auch das 70-jährige Jubiläum schaffen.“ Anschließend bedankte sich Bonthuis mit einem dreifachen Horrido bei den Gastfamilien. „Das habe ich mir beim Bürgerbataillon abgeschaut.“

Dann wurde es Zeit für die Geschenke. Mitgebracht hatten die Holländer diesmal ein Schlauchboot für die Bückeburger Jugendfeuerwehren. Bonthuis einzige Bedingung: „Wir sind ja am niedrigsten Punkt in Europa. Wenn mal ein Tsunami kommt, hoffen wir, nach Bückeburg kommen zu dürfen.“ Brombachs Antwort: „Ihr seid hier in Notzeiten immer zu Hause, ihr seid immer willkommen.“ Zu den Klängen der Gruppe Filou-Volker Kohlmeier, Udo Schatz und Peter Barrack- wurde das Boot dann feierlich übergeben. Für die Gäste gab es ein Bild mit der Aufschrift: „Es lebe die Partnerschaft-Nieuwerkerk-Bückeburg-Zuidplas –1974-2009“.

Nach weiteren Vorführungen durch die Budo-Abteilung des VfL Bückeburg und dem Budo Club Geisha Nieuwerkerk, Streetdance der Dansgroep Fabia Dance Centre, sowie Liedern des Pfadfinderstammes Bückeburg und Scouting Nieuwerkerk wurden die Ergebnisse der Workshops vorgetragen. Diese hatten am Nachmittag Thesen unter anderem zu den Feldern „Sportliche Aktivitäten“, „Älterwerden in Europa“, „Wie werden wir zu europäischen Bürgern“ oder „Perspektiven der Städtepartnerschaft“ erarbeitet und die „Partnerschaft so befruchtet“ (Bromach). Nach dem Bericht des Vorsitzenden des Bückeburger Seniorenbeirats, Dieter Leimbach, hefteten Jugendliche aus Nieuwerkerk, Sablé und Bückeburg Karten mit ihren Wünschen an eine Pinnwand. „Ich will paddeln“ steht auf einem, ein anderer wünscht sich Freundschaften in den Partnerstädten.

Aufgenommen wurden die Vorstellungen des Nachwuchses vom Workshop „Perspektiven der Städtepartnerschaft“. Dirk Assel, Vorsitzender des Kreisjugendrings: „Die Jugendlichen wollen zum Beispiel mal gemeinsam tanzen, wünschen sich einfachen Kontakt untereinander.“ Mit der Einrichtung eines Infopoints könnten „Leute, die was machen wollen“ sich informieren, wo sie Geld für ihr Projekt bekommen können oder ob es Ähnliches schon einmal gegeben hat.“

Niels weiß

Bescheid.

Fotos: mig




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