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Der VfL Bad Nenndorf feiert in der Wandelhalle ein rauschendes Fest

Der Ball der Bälle

Bad Nenndorf. Drei Jahre lang mussten sie warten, und es schien fast so, als hätten die Tanzbegeisterten die Tage gezählt, bis sie endlich wieder beim VfL-Ball über das Parkett schwofen oder auch wirbeln durften. Denn kaum hatte Moderatorin Margit Gümmer die Tanzfläche der Wandelhalle freigegeben, da war sie auch schon proppenvoll.

veröffentlicht am 07.02.2016 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

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Das gesellschaftliche Top-Ereignis der Kurstadt in diesem Frühjahr hat am Sonnabend keine Wünsche offen gelassen. Restlos ausverkauft war der Ball, den der VfL ganz bewusst nur alle drei Jahre organisiert. Umso tanzhungriger ist das Publikum, weiß Günter Bade, Chef des Organisations-Teams.

Hunger hatten die mehr als 400 Besucher aber auch aufs Büffet. Wie bereits im Jahr 2013 zeichnete dafür das Grandhotel Esplanade verantwortlich. Dessen Mannschaft hatte diesmal aber zusätzlich auch die Getränkeversorgung übernommen. Aus Bades Sicht eine gute Entscheidung – die Zusammenarbeit zwischen VfL und Grandhotel hat sich mittlerweile bestens eingespielt.

Die Vereinsfarben Gelb und Blau waren im Saal unübersehbar. Denn am Nachmittag waren 150 Luftballons in diesen Farben aufgeblasen worden. Dafür musste aber kein Sportler sein Lungenvolumen strapazieren. Denn der VfL benutzte eine Gasflasche – schließlich sollten die Ballons in der Luft schweben und nicht auf den 30 Tischen herumliegen.

Während die eleganten männlichen Ballgäste meist in klassischen Anzugfarben – vor allem Schwarz und Grau dominierten – aufgekreuzt waren, verlieh die Abendgarderobe der weiblichen Begleiter der Wandelhalle jede Menge Farbtupfer.

Bei einem Paar jedoch stach der Mann die Frau eindeutig aus: Richard Preece war in der Gala-Uniform des britischen Militärs erschienen. Der Engländer wohnt zwar seit 2008 mit Ehefrau Nicole Preece in Bad Nenndorf, wo beide ein Haus besitzen. Für den Ball hat Richard Preece aber ganz bewusst seine schmucke und mit mehreren Abzeichen verzierte Uniform aus dem Schrank gekramt. Der absolute Hingucker waren nicht die Ehrenabzeichen, sondern eindeutig die Stiefeletten mit ihren goldfarbenen Sporen.

Dass der Ball eine gelungene Veranstaltung wurde, hatte Schaumburgs zweitgrößter Sportverein auch der eigenen Tanzsparte zu verdanken. Deren Mitglieder eröffneten den Abend nicht nur mit einer Rumba. Später zeigten die Hip-Hop-Mädels, was sie so alles beim Training einstudieren. Und dann erlebten die Zuschauer noch eine Tango-Einlage, die ebenfalls VfL-Tänzer aufs Parkett zauberten.

Nur mit Training funktioniert es beim Tango übrigens nicht, wie Moderator Jens Gümmer erläuterte. „Den Rest tanzt man mit dem Herzen“, sagte er.

In Abwesenheit von Bürgermeisterin Gudrun Olk und Stadtdirektor Mike Schmidt stand plötzlich wieder der bis 2014 amtierende Verwaltungschef im Fokus: Margit Gümmer verlieh Bernd Reese augenzwinkernd die Ehrung als Sportler des Jahres in der Kategorie „Politiker ohne Amt“. Doch damit wollte sie Reese keineswegs aufziehen – sie freute sich vielmehr mit dem Ex-Stadtdirektor, dass dieser endlich mal rein als Privatperson am Ball teilnahm.

So gut gelaunt feierten die Bad Nenndorfer bis tief in die Nacht. Fast ein wenig schade, dass erst 2019 der nächste VfL-Ball steigt.




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