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Tor und Brunnen am Schloss: Politik will Vereinsantrag zustimmen, wenn der Kreis grünes Licht gibt

Der Denkmalschutz hat das letzte Wort

Rodenberg (bab). Die Politiker haben grundsätzliches Einverständnis zur Umgestaltung der Schlossinsel gezeigt. Wenn das vom Förderverein Schloss Rodenberg beantragte schmiedeeiserne Tor und der Brunnen (wir berichteten) mit dem Denkmalschutz vereinbar sind, wollen die Fraktionen die Idee wohlwollend behandeln. Das hat die jüngste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege ergeben.

veröffentlicht am 25.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:22 Uhr

Von dem Gedanken, das Tor abzuschließen, sei der Verein abgerückt, gab der stellvertretende Vorsitzende Helmut Stille im Ausschuss an. Rodenbergs Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn erklärte, dass Verwaltungsausschuss und Rat dies bereits abgelehnt hätten. „Den Innenbereich abschließen, möchten wir nicht, weil wir ihn der Öffentlichkeit auch zugänglich machen wollen“, gab Wehrhahn die Auffassung der Gremien wieder.

Allerdings sei es bei Veranstaltungen von Vorteil, wenn das Tor auch einmal abgeschlossen werden könne, gab Wehrhahn dem Vorsitzenden des Heimatbundes, Henning Dormann, recht, der es praktisch findet, zumindest bei mehrtägigen Veranstaltungen wie beim Burgfest die Ausrüstung sichern zu können.

Einig sind sich aber alle darin, dass Tor und Brunnen keinen Stilbruch in Bezug auf das Baudenkmal bilden dürfen. „Die Denkmalpflege muss informiert werden“, weiß Stille ebenso wie die Politiker. Der Denkmalschutz sei auch ein „großer Aspekt“ bei den Beratungen in der Fraktion gewesen, berichtete SPD-Ratsfrau Renate Volk, die anregte, auch über eine Einfassung der Bühne nachzudenken. „Wenn wir da Klarheit haben, wissen wir auch, wie wir weiter vorgehen sollen“, stimmte Wehrhahn zu. „Dann wissen wir auch, welche Materialien wir nehmen können“, fügte CDU-Sprecher Carsten Schulz an, der sich nicht gegen Stilles Antrag sperren will, wenn der Landkreis keine Einwände vorbringt. SPD-Sprecher Hans-Dieter Brand weiß, dass es eine „Herzensangelegenheit“ Stilles ist, das Tor zu installieren, und lobte dessen Einsatz für das Gelände. Stille hatte Politik und Verwaltung eine beeindruckende Liste seiner geleisteten Arbeit für das historische Areal beigefügt.

Der Vize-Vorsitzende des Schlossfördervereins gab sich zufrieden mit dem Entgegenkommen. Tor und Brunnen würden als Kulisse wohl auch den Brautpaaren, die sich im Museum trauen lassen, gut gefallen, nimmt er an.

Nach Angaben des Landkreises ist bereits ein Termin zwischen Denkmalschutzbehörde und Stadt vereinbart worden. Anfang Februar soll vor Ort die Situation in Augenschein genommen werden, bevor der Denkmalschutz ermitteln könne, was machbar ist und was nicht.




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