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Nach dem EU-Entscheid wartet noch viel Arbeit auf das Hubschraubermuseum

Der erster Spatenstich soll im November sein

Bückeburg (rc/thm). Die Entscheidung der EU, den Erweiterungsbau des Hubschraubermuseums mit 1,26 Millionen Euro zu fördern, hat bei Hubschrauberzentrum und der Politik Erleichterung hervorgerufen. "Eine ganz wesentliche erste Hürde", freute sich der Vorsitzende des Hubschrauberzentrums Wolfgang Raschke. Der allerdings gleich durchklingen ließ, dass noch eine Menge Arbeit auf ihn und seine Ehrenamtlichen wartet. Die Planungen, die im Hintergrund bereits angelaufen sind, werden forciert, denn noch im November soll der erste Spatenstich erfolgen: "Wir müssen anfangen, da Spender und Sponsoren bereits anfangen zu drängeln, die das Geldin ihre Jahresbudgets 2008 eingestellt haben."

veröffentlicht am 05.07.2008 um 00:00 Uhr

Beauftragt wird ein Generalplaner, der aus einer Arbeitsgemeinschaft der Berliner Agentur "id3d-berlin" und dem Berliner Architekturbüro Eckert + Stadlmaier besteht. Vertragsentwürfe liegen bereits vor und sollen demnächst unterzeichnet werden. Vor Ort wird sich Raschke um das Rechnungswesen kümmern, Baufachmann Jürgen Harmening wird als Vorstandsmitglied des Hubschrauberzentrums die Objektleitung übernehmen. Nicht ganz einfach wird die Bezahlung der Rechnungen. So muss zum Beispiel das Hubschrauberzentrum bei jeder Rechnung in Vorleistung treten und die dann bei der N-Bank als Vergabestelle der EU-Mittel einreichen. Erst nach Rechnungsprüfungen fließt dann der 50-prozentige Anteil der EU. Wichtig sei auf jeden Fall eine Festpreisbindung für jedes Gewerk, mahnte Raschke. "Wir müssen unbedingt die Kostenobergrenze einhalten, weil wir niemanden mehr haben, der noch einspringen könnte." Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier bezeichnete die Entscheidung der EU als "tolle Sache". Damit sei anerkannt worden, dass das Museum nicht nur für Bückeburg, den Landkreis und die Region seine Wirkung entfalte, sondern über die Landesgrenzen hinaus: "Ein Alleinstellungsmerkmal, ein weiterer Pluspunkt." Der Landrat hob hervor, dass es zwischen Museum und Berufsbildenden Schulen eine Kooperation bei der Ausbildung angehender Fluggerätemechaniker gibt, junge Menschen gehen ins Museum um zu lernen. "Bessere Anschauungsobjekte als in dem Museum gibt es nicht." Bürgermeister Reiner Brombach war "sehr zufrieden" damit, dass "sämtliche Bemühungen der vielen privaten Förderer und der öffentlichen Hand Erfolg gehabt" hätten und am Ende "von allen Seiten honoriert" würden. Jetzt müsse es darum gehen, das Projekt, dessen Vorgeschichte ja schon lang sei, auch schnellstens zu verwirklichen. Brombach versprach: "Als Stadt werden wir tun, was wir können - auch über die rein finanzielle Förderung hinaus - um das Hubschraubermuseum zu unterstützen." Damit spielte er vor allem auf das Baugenehmigungsverfahren an, für welches das Museum im nächsten Schritt die Anträge stellen müsse. "Ich kann nur Hurra schreien", freute sich der Chef des Bückeburger Stadtmarketings Sønke Lorenzen über den EU-Entscheid: "Ein weiterer Meilenstein im Ausbau unseres touristischen Ange- bots." Das Projekt habe überregionale Bedeutung und bringe auch Bückeburg "ganz weit nach vorne." Vor den Machern im Museum liege noch viel Arbeit. "Sie haben unsereUnterstützung."




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