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Heike Kelm, scheidende Koordinatorin des Familienzentrums, zieht Bilanz des ersten Vierteljahres

"Der ganz kurze Draht hat sich bewährt"

Stadthagen (ssr). Als gut gelungene Anlaufphase hat die Gründungs-Koordinatorin Heike Kelm das erste Vierteljahr des Stadthäger Familienzentrums bezeichnet. Kernaufgaben für die Verantwortlichen in den kommenden Monaten: Die Einrichtung soll bekannter gemacht und die Angebotspalette verbreitert werden.

veröffentlicht am 23.07.2008 um 00:00 Uhr

Seit Anfang Dezember war die Diplom-Sozialpädagogin und Erzieherin Kelm als Koordinatorin mit dem Aufbau der Einrichtung, die Ende April in der Bahnhofstraße 27 ihre Tore geöffnet hat beschäftigt gewesen. "Diese Aufbauarbeit war beeindruckend", kommentierte Bürgermeister Bernd Hellmann, der zu diesem "Dank der Stadt" an die 42-Jährigeeinen überraschend abschließenden Grund hatte. Denn aus persönlichen Gründen, die allein mit beruflichen Veränderungen ihres Ehemanns zu tun haben, hat Kelm Stadthagen dieser Tage in Richtung Schleswig-Holstein verlassen. Die Stelle einer Koordinatorin für das Familienzentrum ist bereits neu ausgeschrieben. "Erstaunlich stark genutzt" worden ist nach den Worten Kelms von Anfang an das Service-Telefon: "Der Bedarf an Ratschlägen, wohin man sich bei bestimmten Problemen erzieherischer, gesundheitlicher oder finanzieller Art wenden kann, ist offenbar sehr groß". Diese Vermittlungsarbeit sei einer der wichtigen Funktionen des Familienzentrums. Dadurch ergebe sich auf der anderen Seite nach und nach ein immer engeres Netz an Verbindungen mit Behörden, Beratungsstellen, sozialen Einrichtungen aller Art oder Ärzten. Dieses gelte es bewusst auszubauen. Noch mehr Zuspruch hingegen, so die Zwischenbilanz von Kelm, hätten die regelmäßigen Angebote wie Caféteria, Eltern-Kind-Café oder Familienfrühstück verdient. Hier gelte es, den Bedarf punktgenauer festzustellen, gegebenenfalls Öffnungszeiten anzupassen. Noch wichtiger aus der Sicht von Kelm: "Gut wäre es, öfter begleitend inhaltliche Angebote zu machen - denn wenn es bisher solche gab, dann war der Zuspruch auch da." Angefangen worden sei mit Themen wie Finger- oder Gartenspielen für Kleine und mit Vorträgen zu Themen wie "Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung" oder "Gesunde Ernährung". Für den Herbst fest geplant sind bereits die Veranstaltungsreihen "Starke Eltern, starke Kinder" (zwölf Abende ab 24. September) und "Hilfe, das Haushaltsgeld reicht nicht" (vier Nachmittage ab 25. September). Das noch junge Familienzentrum durch Prospekte, Flugblätter und eine Homepage im Internet bekannter zu machen, das empfiehlt Kelm als weiteren wichtigen Arbeitsschwerpunkt für die kommenden Monate. Von Anfang an alsäußerst segensreich hat sich nach Überzeugung Kelms erwiesen, dass im Familienzentrum der Kinderschutzbund Schaumburg, die Sozialberatung der Arbeiterwohlfahrt und die Kinderbetreuungsagentur unter einem Dach arbeiten können. "Der ganz kurze und schnelle Draht quer über die Flure bewährt sich", so die Expertin. Fachlicher Austausch, gegenseitige Beratung, die Abstimmung in konkreten "Fällen" und die Planung gemeinsamer Angebote entwickele sich so viel besser als zuvor an getrennten Standorten. Das Servicebüro (05721/8 90 10 11) und die Caféteria sind montags, dienstags, mittwochs und freitags jeweils von 9 bis 11 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Das betreute Eltern-Kind-Café ist offen montags, mittwochs und freitags jeweils von 9.30 bis 12 Uhr und dienstags und donnerstags von 15 bis 17.30 Uhr. Jeden Freitag zwischen 9.30 und 12 Uhr gibt es ein Familienfrühstück.




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