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Der Mord im Kurpark kommt in Kürze vor Gericht

Bad Eilsen/Bückeburg. Rund drei Monate nach dem Tod eines 48-Jährigen im Kurpark von Bad Eilsen hat die Staatsanwaltschaft gegen zwei Männer Anklage wegen Mordes erhoben. Denkbar wäre ein Prozessauftakt in der zweiten März-Hälfte. Noch sei die Anklageschrift allerdings nicht zugelassen, wie die Pressestelle des Landgerichts in Bückeburg auf Anfrage weiter mitteilt.
Verhandelt würde vor der 1. Großen Jugendkammer, weil ein Mann (20) noch Heranwachsender ist. Falls das Gericht im Fall eines Schuldspruchs von Reifeverzögerungen ausgeht, droht ihm eine Jugendstrafe von höchstens zehn Jahren. Der ältere Angeklagte (43) muss dagegen bei einer Verurteilung wegen Mordes mit lebenslanger Haft rechnen. Beide Männer kommen aus Bad Eilsen. Sie sollen mit unfassbarer Brutalität vorgegangen sein.
Die Anklage attestiert den mutmaßlichen Mördern eine „gefühllose, unbarmherzige Gesinnung“. Als Mordmerkmal gilt Grausamkeit. So soll das Opfer mit einem Ast vergewaltigt worden sein. Zu dem Zeitpunkt lebte der Bad Eilser offenbar noch. Woran er gestorben ist, müssen Rechtsmediziner beurteilen. In der Anklageschrift heißt es, dass Schläge und Tritte schwere innere Blutungen ausgelöst hätten. Außerdem sei der Kehlkopf zertrümmert gewesen, die Leber zerfetzt, zahlreiche Rippen gebrochen.

veröffentlicht am 12.01.2012 um 14:49 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:21 Uhr

Bad Eilsen/Bückeburg. Rund drei Monate nach dem Tod eines 48-Jährigen im Kurpark von Bad Eilsen hat die Staatsanwaltschaft gegen zwei Männer Anklage wegen Mordes erhoben. Denkbar wäre ein Prozessauftakt in der zweiten März-Hälfte. Noch sei die Anklageschrift allerdings nicht zugelassen, wie die Pressestelle des Landgerichts in Bückeburg auf Anfrage weiter mitteilt.
Verhandelt würde vor der 1. Großen Jugendkammer, weil ein Mann (20) noch Heranwachsender ist. Falls das Gericht im Fall eines Schuldspruchs von Reifeverzögerungen ausgeht, droht ihm eine Jugendstrafe von höchstens zehn Jahren. Der ältere Angeklagte (43) muss dagegen bei einer Verurteilung wegen Mordes mit lebenslanger Haft rechnen. Beide Männer kommen aus Bad Eilsen. Sie sollen mit unfassbarer Brutalität vorgegangen sein.
Die Anklage attestiert den mutmaßlichen Mördern eine „gefühllose, unbarmherzige Gesinnung“. Als Mordmerkmal gilt Grausamkeit. So soll das Opfer mit einem Ast vergewaltigt worden sein. Zu dem Zeitpunkt lebte der Bad Eilser offenbar noch. Woran er gestorben ist, müssen Rechtsmediziner beurteilen. In der Anklageschrift heißt es, dass Schläge und Tritte schwere innere Blutungen ausgelöst hätten. Außerdem sei der Kehlkopf zertrümmert gewesen, die Leber zerfetzt, zahlreiche Rippen gebrochen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatten sich die Männer zunächst in der Wohnung eines der beiden Angeklagten getroffen. Später gingen sie dann zusammen zum Kurpark und tranken weiter. Dort soll es dann zum Streit gekommen sein, der zunächst mit Worten ausgetragen wurde, bevor die Auseinandersetzung auch körperlich eskalierte. Selbst als das Opfer bereits am Boden lag, sollen die beiden anderen Männer noch gegen dessen Kopf, Hals und Brust getreten haben. Laut Anklageschrift liegt der Todeszeitpunkt zwischen 1.05 und 3.41 Uhr.
In den frühen Morgenstunden des 30. September hatte ein Spaziergänger die Leiche nahe dem Eingang zum Kurpark neben einer Parkbank gefunden. Der Tote wies schwere Verletzungen an Kopf und Oberkörper auf.

Mehr morgen in der LZ/SZ.




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