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Grothe Rohstoffe: Neue Lagerhalle mit Fachgeschäft ist fertig / 3100 Quadratmeter mehr Lagerkapazität und Verkaufsfläche

„Der Platz reichte einfach nicht mehr aus“

Bückeburg. Nur noch ein paar kleine Restarbeiten im Außenbereich müssen erledigt werden. Aber der neue Gebäudekomplex, in den auch das firmeneigene Keramikbedarf-Fachgeschäft umgezogen ist, ist fertig. Rund neun Monate hat es gedauert, den im Wesentlichen aus einer imposanten Halle mit frei tragendem Dach bestehenden Bau hochzuziehen. Damit erweitert die in der Kreuzbreite 16 beziehungsweise Hans-Neschen-Straße 4 ansässige Grothe Rohstoffe GmbH & Co. KG ihre Lagerkapazitäten an diesem Standort um knapp 2800 Quadratmeter.

veröffentlicht am 04.08.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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„Der Platz reichte einfach nicht mehr aus“, erklärt Uwe Grothe, der geschäftsführende Gesellschafter, die Investition. Außerdem wolle man insbesondere die für die Entwicklung und Produktion der – weltweit vertriebenen – keramischen Farben benötigten Rohstoffe im größeren Stil auf dem Werksgelände verfügbar haben. Bislang habe man nämlich zwei nun nicht mehr erforderliche Außenlager in Nienstädt und Minden betrieben, von denen manche Rohstoffe je nach Bedarf herangeholt werden mussten.

Da nun aber alles an einem Ort vorrätig sei, spare man zukünftig die für solche Transporte anfallenden Kosten. Außerdem könne man in Bückeburg jetzt eine viel größere Menge an Rohstoffen vorhalten und müsse, wenn ein Kundenauftrag reinkommt, nicht erst die mitunter mehrwöchigen Lieferzeiten der eigenen Zulieferer abwarten, bevor mit der Produktion der Farben begonnen werden kann.

Mit keramischen Rohstoffen handelt das 1949 gegründete Familienunternehmen ebenfalls noch, wobei dieses Geschäftsfeld inzwischen aber „hinter den Farben zurückgetreten“ ist.

Als Grund hierfür nennt Grothe den in diesem Segment herrschenden starken Wettbewerb und Preisdruck: „Da sind wir nicht in der Lage, den großen Konzernen Paroli zu bieten.“ Auf dem Spezialgebiet der Entwicklung und Produktion von keramischen Farben indes sei man nicht zuletzt wegen des hohen Maßes an Know-how nach wie vor konkurrenzfähig. Zumal es ja darum gehe, für jeden Kunden (in erster Linie Hersteller von Tondachziegeln und Klinkersteinen) eine individuelle Lösung zu finden.

Apropos Know-how: Im Laufe der Jahrzehnte hat das aktuell 54 Mitarbeiter – darunter acht im Außendienst eingesetzte Keramik-Ingenieure – beschäftigende Unternehmen bereits mehr als 2000 verschiedene Rezepturen kreiert. Ein Prozess, der von der Entwicklung eines neuen Produktes bis hin zur Einführung beim Kunden schon mal bis zu einem halben Jahr dauern kann. Denn außer dem jeweils gewünschten Farbton müssen die keramischen Farben auch noch viele weitere Anforderungen erfüllen, etwa wetter- und UV-beständig sein.

Das eingangs erwähnte Ladengeschäft in der Hans-Neschen-Straße 4 war bislang in einem rückwärtigen Gebäude untergebracht und verfügt nun in besserer Lage über circa 230 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie über einen 100 Quadratmeter großen separaten Lagerraum.

Zum Sortiment gehört „alles an Töpferbedarf, was Künstler, Schulen, Kindergärten und Volkshochschulen brauchen“. So etwa Ton in verschiedenen Farben und Schamottierungen, Glasuren, Werkzeuge und Brennöfen.

„Die Menge und die Auswahl, die wir hier bieten, hat im weiten Umkreis kein anderes Geschäft“, betont Grothe. Außerdem offeriere man „Lohnbrand“ als Dienstleistung. Bedeutet: Wer hobbymäßig mit Ton arbeiten möchte, aber keinen eigenen Brennofen besitzt, kann seine Kreationen hier fachgerecht gegen Entgelt brennen lassen.

In Summe verfügt der neue Gebäudekomplex im Erdgeschoss also über rund 3100 Quadratmeter Fläche. Hinzu kommt ein im Obergeschoss über dem Ladengeschäft gelegener Seminarraum, etwa für Schulungen und Töpferkurse, der ebenfalls 230 Quadratmeter Fläche aufweist.

Welche Pläne es für die Zukunft gibt? „Der nächste Schritt wäre die Erweiterung der Produktionsanlagen in den bestehenden Hallen und die Erweiterung des Labors“, verrät Grothe. Wann dies aber tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, sei derzeit noch offen.




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