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Der Prüfer fürs Silbergeld

Rinteln (who). Solange es Geld als Zahlungsmittel gibt, dürfte es auch von gewieften Ganoven gefälscht worden sein. Bis heute ist das Fälschen der gängigsten Banknoten ein mehr oder weniger einträgliches Geschäft. Zumindest bis der Schwindel mit den Blüten, dem nachgemachten Papiergeld, auffliegt. Deshalb werden die offiziellen Noten vom Staat mit ausgeklügelten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet.

veröffentlicht am 07.08.2009 um 23:00 Uhr

Hartgeld wurde früher häufiger als heute gefälscht. Einer der Gründe: In älterer Zeit waren Münzen aus massivem Edelmetall geprägt und in Deutschland war noch bis in die 1930er Jahre, Münzgeld mit bis zu 50 Prozent Silbergehalt im Umlauf. Nicht zuletzt deshalb lohnte es sich, Münzen mit minder wertvollem Metall zu fälschen und gegen echte Taler einzutauschen, die sich dazu noch leicht zu veräußerbaren Edelmetall-Barren einschmelzen ließen. Um die falschen „Fuffziger“ und anderen nachgemachten Geldstücke identifizieren zu können, brauchte es deshalb zuverlässige Prüfgeräte. So wie unser Fundstück, den „Hartgeldprüfer Favorit“, den uns Peter Reibold aus Rinteln gezeigt hat.

Der Favorit mit der Kennzeichnung als „Deutsches Reichsgebrauchsmuster“ (D.R.G.M.) ist eine kleine Waage aus Metall, die obendrauf mehrere Einsteckschlitze für Münzen hat. In diesem Falle für eine halbe Reichsmark sowie für die größeren Werte von einer, zwei, drei und fünf Reichsmark. Ähnliche Waagen waren auch in anderen Ländern üblich als Hilfe vor allem für kleinere Kaufleute aber auch für Post- und Bankangestellte, die viel mit Hartgeld zu tun hatten. Konnten sie damit doch unkompliziert und vor allem schnell feststellen, ob man ihnen echte oder falsche Münzen zugeschoben hatte.




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