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Sechs-Länder-Tour: Interhelp/Rotary-Lastzug fährt zu Kindern in Not

Der Weihnachtsexpress rollt

BÜCKEBURG. Mehr als 1000 Weihnachtspakete, Pflegebetten, Rollstühle, Steh- und Gehhilfen, neue Matratzen, gebrauchte Kleidung und Schulmöbel rollen ihrem Ziel entgegen – die Fahrt von Bückeburg nach Pazardzik in Bulgarien geht durch sechs Länder.

veröffentlicht am 14.12.2018 um 10:25 Uhr

Mit tatkräftiger Hilfe des Bauhofes der Stadt Bückeburg und der Feuerwehr Hameln haben Mitglieder der Hilfsorganisation Interhelp, der Rotary Clubs Hameln und Bad Pyrmont und Gefangene der Jugendanstalt Hameln den 40-Tonnen-Sattelzug beladen. Im Einsatz waren ein Teleskop-Lader und ein Gabelstapler. Mädchen und Jungen der Bückeburger Grundschule am Harrl und aus anderen Schulen im Weserbergland hatten in den vergangenen Wochen eifrig Pakete, gefüllt mit Spielzeug, Kleidung und Süßigkeiten, gepackt. Päckchen, die nicht an den Sammelstellen abgegeben wurden, holten Rotarier in den Schulen ab.

„Die Mühe hat sich gelohnt“, meint Rotary Past President Roland Sonntag. Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann, der den Hilfstransport organisiert hatte, freut sich schon sehr auf die strahlenden Kinderaugen. „Das ist unser Lohn“, sagt der Interhelper und Rotarier.

2200 Kilometer liegen vor dem Lkw-Fahrer. Bis zum 18. Dezembersoll der Weihnachtsexpress in der bulgarischen Stadt Pazardzik eintreffen. Interhelp-Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Ulrich Behmann, Rüdiger Jackson, Thomas König, Frank Maier und Roland Sonntag (die Helfer-Gruppe trägt sämtliche Kosten aus eigener Tasche) werden nach Bulgarien reisen und die Pakete an Waisenkinder verteilen. Die übrigen Hilfsgüter sind für pflegebedürftige Senioren bestimmt.

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19 Euro-Paletten mit Weihnachtspaketen müssen verladen werden: Die Interhelper und Rotarier Thomas König und Ulrich Behmann packen mit an. Fotos: interhelp.info

Dr. e.h. Dieter Kindermann, Präsident des Kinderhilfswerks ICH aus Stadthagen, ließ eine große Menge warme Kleidung nach Bückeburg bringen und auf dem Schulhof umladen. „Wenn es um humanitäre Hilfe auf dem Balkan geht, arbeiten Interhelp und ICH schon seit Jahren eng zusammen. Uns eint das Ziel, Menschen in Not zu helfen.“ Die Schule hatte Interhelp zahlreiche Schulmöbel gespendet. Die Tische und Stühle sind für eine Schule in Aleko/Bulgarien bestimmt. Bauhof-Mitarbeiter, Interhelper und Häftlinge packen mit an, um den 40-Tonner vor staunenden Kinderaugen zu beladen.

Interhelp-Vorsitzender Behmann dankte dem Bauhof der Stadt Bückeburg, insbesondere aber der Justiz, für deren Unterstützung. Er sprach von einer Win-win-Situation: „Humanitäres Wirken ist gut – für die Gefangenen und für die Gesellschaft.“ Das sieht auch Sozialamtsrat Dietmar Müller von der Haftanstalt so: „Wir haben in der Vergangenheit vermehrt beobachtet, dass sich Gefangene für die Not anderer interessieren und helfen wollen. Bei vielen Helfern wirkt sich das positiv auf ihr Verhalten und ihre Einstellungen aus.“ r.




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