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Westfalen Weser Energie: Überschuss klettert auf 77,1 Millionen Euro

Deutliche Steigerung

Landkreis. Die Unternehmensgruppe Westfalen Weser Energie hat im Geschäftsjahr 2014 einen Überschuss von 77,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit kletterte der Gewinn um fast 22 Millionen Euro. Für die 48 kommunalen Gesellschafter, darunter einige aus Schaumburg, gebe es einen Beteiligungsertrag von 44 Millionen, wie Geschäftsführer Michael Heidkamp bei der Vorstellung der Bilanz ausführte. „Wir haben damit wiederum ein positives Jahresergebnis vorgelegt und glauben, dass wir dies auch in den kommenden Jahren schaffen können.“

veröffentlicht am 29.07.2015 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

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Für die positive Entwicklung sorgte dem Geschäftsführer der Holding Westfalen Weser Energie zufolge insbesondere die Netzgesellschaft. Das Gesamtergebnis des Tochterunternehmens lag dabei 50 Millionen über dem budgetierten Ergebnis. Das operative Ergebnis lag bei rund 112 Millionen Euro, wobei 90 Millionen Euro in die Holding flossen. Die restlichen 22 Millionen Euro wurden der Rücklage zugeführt.

Westfalen Weser Netz profitierte allerdings von Einmal-Effekten aus der Rückgabe von Konzessionen im Raum Lippe, die jedoch durch die negative Entwicklung am Kapitalmarkt durch die Niedrigzinsphase gedrückt werde. Wie Dieter Kaiser, Sprecher der Geschäftsführung des Tochterunternehmens, betonte, will sich die Netzgesellschaft darum bemühen, die Zahl der Konzessionen auszubauen. Derzeit hat das Unternehmen 102 solcher Verträge mit Kommunen abgeschlossen.

„Unser Sorgenkind ist derzeit unser zweites Tochterunternehmen, Energieservice Westfalen Weser“, sagte Heidkamp. Ein Grund dafür sei das milde Wetter im Jahr 2014 gewesen. Dieses habe das Ergebnis ebenso gedrückt wie die anhaltende Diskussion um die Zukunft der Kraftwerke bei der Energiewende. Das Minus der Tochtergesellschaft lag 2014 bei rund fünf Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund habe der Aufsichtsrat der Geschäftsführung auch eine Neuausrichtung dieser Sparte zur Aufgabe gemacht.

Kaiser sieht für die Zukunft insbesondere in der Energiewende eine Herausforderung für die Holding. Da die Zahl der Produzenten von Strom aus Wind und Sonne zunehmen werde, nehme auch die Dynamik im Netz weiter zu. Vor diesem Hintergrund bedürfe es intelligenter Lösungen, die jedoch kostenintensiv seien. „Die intelligente Technik wird aber nicht immer bezuschusst“, so Heidkamp.




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