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CDU-Generalsekretär spricht vor Kreisverband der Mittelstandsvereinigung

Deutschlandweit ein positives Zeichen

BÜCKEBURG. „Ich glaube wirklich, dass wir in Niedersachsen mit dem Weg, wie wir ihn nach der Landtagswahl gegangen sind, für die normalen Bürgerinnen und Bürger deutschlandweit ein wirklich positives Zeichen gesetzt haben“, hat Kai Seefried während des Neujahrsempfangs des Kreisverbandes der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU dargelegt.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 13:37 Uhr
aktualisiert am 11.01.2018 um 17:30 Uhr

Kai Seefried hält das Gastreferat während des Neujahrsempfangs der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Der Koalitionsvertrag sei nahezu geräuschlos verhandelt worden, rief der Generalsekretär der niedersächsischen Christdemokraten mit Blick auf die in Berlin zwischen CDU, SPD und CSU laufenden Gespräche in Erinnerung. Im Anschluss an die Aufnahme der Verhandlungen seien nur drei Wochen bis zur Wahl der neuen Landesregierung vergangen. „Und dann haben wir mit großer Mehrheit Verantwortung übernommen“, erläuterte Seefried. Trotz allem politischen Streit und allen politischen Differenzen müsse der Weg nach dem Motto „Erst das Land, dann die Partei“ beschritten werden. In dieser Hinsicht hätten SPD und CDU in Niedersachsen auch „schön bodenständig ver- und gehandelt“.

Der Referent räumte unumwunden – „da gibt es nichts schönzureden“ – ein, dass die Christdemokraten ihr Ziel bei der Landtagswahl am 15. Oktober nicht erreicht hätten. Jetzt betrachte er es als seine Aufgabe und sein Ziel, „dass wir das Ergebnis zu einem einmaligen Ausrutscher machen“. Und die CDU wieder als stärkste landespolitische Kraft zu positionieren. „Wir sind die Niedersachsenpartei und das lassen wir uns von keinem anderen wegnehmen“, sagte Seefried.

Er setze darauf, „die Menschen vor Ort stärker einzubinden, stärker auf die regionale Ebene zu gehen und die Identifikation mit der CDU vor Ort zu stärken“. Gegenwärtig gehe es zudem darum, eine Politik für Niedersachsen zu gestalten, „die unser Land zukunftsfähig macht“, erklärte der Abgeordnete.

Generell gelte es, die Themen zu besetzen, die den Bürgern wichtig seien. Nicht nur im Land, sondern insgesamt müsse es auch, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht zu gefährden, der Politik gelingen, die Herzen der Menschen zu erreichen. In dieser Hinsicht sei die Bundestagswahl ein deutlicher Denkzettel gewesen. „Viele fühlen sich nicht mitgenommen, sondern abgehängt“, verdeutlichte der Generalsekretär.

Angesichts der guten wirtschaftlichen Situation und guter Rahmenbedingungen für positive Entwicklungen bestünden hervorragende Voraussetzungen, die Zukunft Niedersachsens und Deutschlands zu gestalten, betonte der Gastreferent.

Seefried: „Wir brauchen eine stabile und verlässliche Regierung nicht nur für Deutschland. Wir müssen uns immer bewusst sein, dass wir auch der stabile Anker in Europa sind und diesen Anker müssen wir jetzt schnellstmöglich wieder liefern.“

Der Gastredner sprach auf einem Empfang, der in den zurückliegenden beiden Jahren ausgefallen war. 2016 hatte die MIT stattdessen eine Auszeichnung an Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens verliehen; 2017 sei die Ausrichtung dem eng gestrickten Terminkalender zum Opfer gefallen, legte Sebastian Teiwes dar.

Bevor der MIT-Kreisvorsitzende zur traditionellen Schlachteplatte bat, führte er aus, dass es nicht das Ziel der Vereinigung sei, Unternehmern möglichst viel Macht, Einfluss oder Vorteile zu verschaffen. Vielmehr habe sich die Vereinigung der sozialen Marktwirtschaft verschrieben und möchte Unternehmer um sich versammeln, die deren Kriterien leben und umsetzen. „Allen in Deutschland soll es gut gehen und alle sollen etwas davon haben, dass wir ein wirtschaftlich starkes Land sind“, unterstrich Teiwes.

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