weather-image
12°
×

Museum eröffnet Ausstellung „Bernstein als Schmuckstein“

Die „Bernsteinkralln“ gehört immer dazu

Bückeburg (rd). Wunderschönes Schmuckstück der Schaumburger Tracht ist die Bernsteinkette. Variiert die Tracht durchaus in ihrer regionalen Ausprägung, so gehört die Bernsteinkette – mundartlich „Bernsteinkralln“ – immer dazu. Daher widmet sich das Museum Bückeburg nun in einer kleineren Ausstellung zur Adventszeit diesem Thema. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 27. November, um 11 Uhr.

veröffentlicht am 19.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:41 Uhr

Bernsteinketten waren in ihrer Ausprägung ein Statussymbol. Daher ist es nicht verwunderlich, dass gut situierte Bauern diesen teuren Halsschmuck erworben haben. Bernsteinketten waren schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts durchaus verbreitet, allerdings werden sie mit der zunehmenden Wertschätzung der Tracht ab der Mitte des 19. Jahrhunderts immer größer und prächtiger. Nur in Ausnahmefällen bekamen die jungen Mädchen schon zur Konfirmation ihre erste Bernsteinkette. Meist wurde zu diesem Anlass der Schmuck der Mutter ausgeliehen. Zur Hochzeit erhielten sie die repräsentativen „Krallen“ entweder als Teil der Mitgift oder als Geschenk des Bräutigams. Außerdem gibt die Ausstellung auch einen Einblick in die Entstehung des Bernsteins und zeigt an ausgewählten Ausstellungsstücken Beispiele aus dem Kunsthandwerk des letzten Jahrhunderts, ebenfalls aus Bernstein. Am Eröffnungs-Samstag steht Bernd Hilgenfeld zu allen Fragen zum Thema Bernstein zur Verfügung.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige