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Frank Suchland liest gleich fünf Mal im Schaumburger Land

Die Bühne ist sein Eigenheim

Bückeburg. Die Bühne ist sein Eigenheim. Ungezählte Male hat Frank Suchland schon gelesen – in Bars und Kneipen, Kellern und Zechen, in kleinen und großen Theatern. Mit locker-leichtem Plauderton führt er seine Hörer durch das weite Wunderland der Poesie und präsentiert nun schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich Verse, Erzählungen, Satiren und Anekdoten großer Schriftsteller in vielen Teilen Deutschlands. Ob Goethe oder Gernhardt, ob Rilke oder Ringelnatz, ob Bühne oder Rundfunk – stets trifft der vielseitige Künstler den richtigen Ton und gilt unterdessen als „einer der Götter deutscher Vortragskunst“ (Peiner Allgemeine Zeitung) und als „Meister seiner Zunft“ (Westfalenblatt).

veröffentlicht am 03.11.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

Im Schaumburger Land gibt es in diesem Herbst gleich mehrere Möglichkeiten den literarischen Programmen des bekannten Rezitators zu lauschen.

Am Freitag, dem 7. November, ist Frank Suchland in der Stadtbücherei Stadthagen zu Gast und präsentiert unter dem Motto „Heiter weiter...!“ nach der restlos ausverkauften Lesung im vergangenen Jahr noch einmal längst berühmte, aber auch eher unbekannte Werke großer Dichterinnen und Dichter wie Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, oder Heinz Erhardt. Natürlich dürfen auch die beliebten Zweizeiler nicht fehlen. Die Zuhörer erwartet ein abwechslungsreicher, vergnüglicher Literaturabend mit viel Humor und nachdenklichen Zwischentönen. Für die entspannte musikalische Unterhaltung sorgt auf bewährte Weise wieder Udo Schatz.

Nur wenig später ist Frank Suchland mit Ina Colletti in Bückeburg zu hören. Die Körpertherapeutin aus Stadthagen hatte den Vortragskünstler im letzten Winter darum gebeten, ein Literaturprogramm zum Thema „Paarbeziehungen“ zusammenzustellen. Anlass war das 20-jährige Jubiläum ihrer „Praxis für bewusstes Leben“. Die Lesung mit dem derzeitigen Titel „BeziehungsWeisen – Vom Glück und Unglück der Paare“ war im Februar im ausverkauften Kulturzentrum „Alte Polizei“ erstmals auf die Bühne gebracht worden und hatte für große Resonanz gesorgt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Poesie am Nachmittag“ kann man Ina Colletti und Frank Suchland am Sonntag, dem 16. November, im Saal der Musikschule der Schaumburger Märchensänger lauschen, wenn sie Kurt Tucholsky, Siegfried Lenz oder Bertolt Brecht vortragen. Ivan Geene spielt dazu ein weiteres Mal wunderschöne Melodien auf der Gitarre. Karten gibt es beim Bückeburger Kulturverein.

Die Lesung ist auch noch einmal am Freitag, dem 5. Dezember, im Maleratelier Hans Bonorden in Eisbergen zu hören – da ist Suchland allerdings solo unterwegs.

Nur eine Woche nach dem Auftritt im Saal der Musikschule der Schaumburger Märchensänger kann man Schauspielerin Jessica Blume, Frank Suchland und Stephan Winkelhake bei den Schaumburger Kleinkunsttagen Paroli erleben. Unter der Überschrift „Du aber bist der Hafen“ gestalten die drei befreundeten Künstler einen Abend mit den schönsten Liebesgedichten von Mascha Kaléko und Erich Kästner. Die Lesung der leidenschaftlichen, innigen und melancholischen Verse ist inszeniert wie ein Dialog und wärmt zusammen mit der sanften Klaviermusik an grauen Herbsttagen die Seele. Termin: Sonntag, der 23. November, um 17 Uhr im Kulturzentrum „Alte Polizei“, Stadthagen.

Neben poetischen Themenabenden stellt Frank Suchland auch regelmäßig einzelne Autoren mit Biografie und Werk vor. So stand der Rezitator im vergangenen Herbst im ebenfalls ausverkauften Wilhelm Busch Geburtshaus in Wiedensahl auf der Bühne und berichtete über Heinz Erhardt. In diesem Jahr nun erzählt Frank Suchland am gleichen Ort über das spannende und tragische Leben des Dichtes, Malers und Kabarettisten Joachim Ringelnatz. Das heitere, aber oft auch sehr anrührende Programm mit vielen Gedichten, Anekdoten und Aussagen von Zeitzeugen ist gleichzeitig auch ein interessanter und vielseitiger Ausflug in die deutsche Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Die Veranstaltung mit dem Titel „Mein richtiges Herz. Das ist anderwärts...“ findet am 27. November um 20 Uhr statt.

Es ist für alle Lesungen ratsam, sich möglichst rechtzeitig um Karten zu bemühen. red




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