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Neschen-Mitarbeiter Paul Randall wird für periphere Stammzellenentnahme freigestellt

Die Chance auf ein zweites Leben eröffnet

Bückeburg. Eine Stammzellspende schenkt Leben – sie kostet aber auch Zeit und Geld. Um ihr soziales Engagement zu unterstreichen, hat die Neschen AG deshalb ihren Mitarbeiter Paul Randall im September für eine periphere Stammzellenentnahme freigestellt. Sie ermöglichte dadurch einem an Leukämie erkrankten Menschen die lebensrettende Transplantation.

veröffentlicht am 08.12.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 10:41 Uhr

„Unser Mitarbeiter Paul Randall hat einer Leukämiekranken die Chance auf ein zweites Leben eröffnet“, sagt Dr. Norbert Dieterich, Vorstand der Neschen AG in Bückeburg. „Bei einer Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million, den passenden Spender zu finden, grenzt es fasst schon an ein Wunder. Um eine schnelle Transplantation zu unterstützen, haben wir ihm sofort Lohnfortzahlung zugesichert für den durch die Stammzellentnahme bedingten Arbeitsausfall.“

Bei der peripheren Stammzellentnahme wird dem Spender fünf Tage lang ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) verabreicht, den der Körper etwa bei fieberhaften Infekten produziert. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen und bewirkt, dass sie sich vermehrt im fließenden Blut befinden. Diese können dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Große Vorteile dieser Methode gegenüber der Knochenmarkentnahme sind die fehlende Narkose und die ambulante Durchführung.

Etwa alle 45 Minuten erkrankt ein Mensch an Leukämie. Die einzige Chance, diese Krankheit zu überleben, ist eine Stammzellentransplantation. Die Aussicht auf einen „genetischen Zwilling“ ist jedoch extrem gering, vergleichbar einem Sechser im Lotto. Damit immer mehr Menschen in den Genuss dieses Hauptgewinns kommen, führt die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH) die freiwilligen Spender in einem Register, in dem die Gewebemerkmale (humane Leukozyten-Antigene = HLA) hinterlegt sind. Nur wenn diese vom Spender und Empfänger genau übereinstimmen, kommt eine Stammzellen- oder Knochenmarkspende in Frage. Je mehr Menschen sich typisieren und in die Spenderdatei aufnehmen lassen, desto größer sind die Chancen, einen passenden Spender zu finden.




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