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Stützpunktfeuerwehr Exten ehrt Mitglieder / Wie ein Übungsszenario wenig später zum Realeinsatz wurde

Die meisten Einsätze im eigenen Dorf

Exten. Als Stützpunktfeuerwehr muss die Ortsfeuerwehr Exten ohnehin mit einem größeren Einsatzaufkommen rechnen als eine reguläre Ortsfeuerwehr. Dass es die Einsatzkräfte (aktuell 46 Feuerwehrleute) aber im Vorjahr allein 20 Mal (bei 30 Einsätzen insgesamt) mit Aufgaben im eigenen Dorf zu tun bekommen würden, war zu Beginn des Jahres 2014 nicht vorauszusehen. So belegte es Ortsbrandmeister Christian Voß mit seinem Bericht zur Jahresversammlung.

veröffentlicht am 28.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Immerhin, so der Ortsbrandmeister, „blieb die Stützpunktfeuerwehr von größeren Einsätzen verschont“. Aber trotzdem enthält das Dienstbuch 81 Einträge für das Vorjahr. Darunter der Brand eines Schleppers auf offenem Feld, Brandsicherheitswachen beim Extener Schützenfest sowie Reinigungsarbeiten im Gefolge überfluteter Straßen bis hin zur zweimaligen Tragehilfe für den Rettungsdienst beim Transport schwer übergewichtiger Personen aus ihren Wohnungen zum Arzt. Und dass aus einem bloßen Übungsszenario manchmal plötzlich ein realer Einsatz folgen kann, hat die Stützpunktfeuerwehr Exten am 16. September erlebt. Hintergrund: Am 26. Mai hatte die Ortsfeuerwehr bei einer Gefahrgutübung bei der Firma O-I Glasspack gemäß ihrem Aufgabenbereich einen Dekontaminierungsplatz aufgebaut. Und nach einem Austritt von Nickelsulfat auf dem Gelände der Firma Stüken am 16. September waren die Gefahrgutspezialisten der Feuerwehr gefordert, ihre Kenntnisse praktisch umzusetzen – bei einem über fünfstündigen Einsatz.

Bei allen Einsätzen habe die Ortsfeuerwehr Exten „auf eine gute Tagesverfügbarkeit zurückgreifen“ können, versicherte Voß. Denn „im Schnitt waren tagsüber 17 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz“.

Und weil ein vielfältiges Aufgabenspektrum umfangreiche Ausrüstung erfordert, wird die Stützpunktfeuerwehr im September (so ist es geplant) ein neues Hilfeleistungsfahrzeug bekommen, verwies Christian Voß auf eine aktuelle große „Baustelle“ der Feuerwehr. Die Ausrüstung dafür werde in den nächsten Wochen erwartet „beziehungsweise ist bereits schon in den vergangenen Tagen eingetroffen“.

Auf organisatorischer Seite werde am Ausbau der Zusammenarbeit im Brandschutzabschnitt mit den Nachbarortsfeuerwehren Strücken und Hohenrode gearbeitet.

Die Einsatzabteilung der Feuerwehr wird auch in Exten zunehmend durch Frauen mitgetragen, verdeutlichte der Ortsbrandmeister anhand der Beförderungen des Abends, denn allein sechs Frauen rückten dabei einen Dienstgrad rauf: Jacqueline und Melissa Meier, Tabea-Theresa Requardt-Kastning und Jessica Lebert zu Feuerwehrfrauen sowie Selina Stark zur Oberfeuerwehrfrau und Stephanie Riedel zur Hauptfeuerwehrfrau.

Beförderungen für männliche Einsatzkräfte ergingen an: Sören Peters (Feuerwehrmann) sowie Jens Grote (Hauptlöschmeister). Darüber hinaus wurde mit Horst Wolter ein ehemaliges Mitglied der Einsatzabteilung für ganze 60 Jahre Treue zur Feuerwehr Exten ausgezeichnet. Dazu verabschiedete Ortsbrandmeister Christian Hartmut Giese in die Altersabteilung (zurzeit 15 Mitglieder). Und als „Feuerwehrmann des Jahres“ 2014 mit der höchsten Dienstbeteiligung durfte sich Manfred Wohlmuth feiern lassen.




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