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Kur- und Tourismusgesellschaft präsentiert Kurstadt Bad Nenndorf neu bei Touristikmesse „Caravan“ in Essen

Die „Oesterten“: Tracht des Jahres geht auf Reisen

Bad Nenndorf (rwe). Die Kur- und Tourismusgesellschaft will die Tracht des Jahres zum Werbeträger für Bad Nenndorf machen. Bei der Touristikmesse „Caravan“ in Essen begleitet Sophie Mensching von den Aalester Maikens den KurT-Mitarbeiter Carsten Finke. Beide treten dort in der vom Bundesverband prämierten Oesterten-Tracht auf.

veröffentlicht am 25.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:22 Uhr

Für Sophie Mensching aus Ottensen ist die Tour zur mit 90 000 Besuchern größten Frühjahrsmesse in Nordrhein-Westfalen nicht die erste Mission für den Kurort in Sachen Tourismusförderung. Die Trachtenwartin der Aalaester Maikens war schon mit dem früheren KVV-Manager Willi Rehbock unterwegs, um in Tracht für Reisen nach Bad Nenndorf zu werben.

„Das ist etwas eingeschlafen“, sagt die Gästeführerin beim Landkreis. Nun macht sich die Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT) die historische Kluft als Hingucker wieder zunutze. Mensching und KurT-Mitarbeiter Carsten Finke empfangen am kommenden Wochenende die Gäste bei der „Caravan“ in Essen auf dem eigenen Stand mit rotem Rock, Haube und Leinenkittel. Die Präsentation in der Lindhorster Sonntagstracht kommt nicht von ungefähr. Mittlerweile haben die Tourismusbüros im Landkreis ein Faltblatt aufgelegt, das kurz und bündig über Geschichte und Herkunft der Schaumburger Trachten informiert. Finke: „So ein Produkt fehlte uns bisher.“

Aber das ist nicht der einzige Grund, das Publikum neugierig zu machen. Bad Nenndorf hat mittlerweile zwei Landestrachtenfeste ausgerichtet und bietet für Reisegruppen mittlerweile auch Trachtenschauen an. Die Kurstadt ist am 17. April zudem Gastgeber für den Bundestrachtentag. In der Wandelhalle will der Bundesverband dann die Oesterten-Tracht offiziell zur Tracht des Jahres küren.

Darüber hinaus denkt KurT-Chefin Silke Busche daran, zum Bauernmarkt im kommenden Herbst nach drei Jahren Pause den Prünmarkt wieder aufleben zu lassen. Mensching als frühere Organisatorin würde sich freuen und hat die Hilfe ihres Vereins zugesagt.

Sie glaubt, dass die Schaumburger ihre Trachten künftig auch mal moderner präsentieren sollten. In den Vereinen gebe es bisher wenig Bereitschaft, sich dahingehend zu öffnen und das Dogma abzulegen, die Tracht nur im Original zu akzeptieren. Wenn Röcke, Westen und Hauben bequemer wären, würden diese auch wieder öfter getragen, denkt sich Mensching, ohne aber auf die historische Kleidung ganz verzichten zu wollen. Wie gut sich Moderne und Tradition ergänzen, durfte ihr Verein im vergangenen Sommer erleben. Da hatte die Hannoversche Modeschule „3M – Menschen machen Mode“ als Jahresarbeit nach Vorbild der Lindhorster Tracht eine Kollektion entwerfen lassen und diese in der Altstadt präsentiert.

Von den Ergebnissen schwärmt Mensching heute noch. „Unsere Trachten haben so tolle Farben.“ Sie ist überzeugt: Eine Art Schaumburger Dirndl wäre ein Verkaufsschlager und der beste Werbeträger für die Region – nicht nur bei der „Caravan“ in Essen.




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