weather-image
12°
×

Mit 40 Mann hoch auf den US-Stützpunkten in der Pfalz unterwegs

Die Ramstein Air Base beeindruckt die Bückeburger Reservisten

Bückeburg. Aus großen Teilen Deutschlands sind die amerikanischen Streitkräfte seit Jahren abgezogen. Fast einzig die Pfalz macht eine Ausnahme. Hier sind noch starke Einheiten von Luftwaffe und Heer stationiert. Die Ramstein Air Base war deshalb das Ziel einer Exkursion von Mitgliedern der Kreisgruppe Weserbergland des Reservistenverbandes.

veröffentlicht am 18.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Die "KMC" oder "Kaiserslautern Military Community" ist mit 52000 Menschen die größte Militärgemeinde außerhalb der USA. Dies war bei der Rundfahrt über die Ramstein Air Base unschwer zu erkennen. Mehrere Landebahnen mit regem Flugbetrieb, zahlreiche geparkte Transportflugzeuge vom Typ C-17 Globemaster, C-5 Galaxy und Jumbo Jet boten den Reservisten ein eindrucksvolles Bild. Eine enorme Bautätigkeit hat seit der im vergangenem Jahr erfolgten Aufgabe des Frankfurter Flughafens durch die Amerikaner in Ramstein eingesetzt. 400 Millionen Euro, meist Steuergelder von Bund und Land sowie Mittel der Frankfurter Flughafengesellschaft machen dies möglich. Für die Amerikaner ist die Pfalz das Logistikzentrum für die Einsätze im Irak und Afghanistan schlechthin. Zudem versorgt das nahe gelegene Militärhospital in Landstuhl Verwundete aus diesen Gebieten. Ein solcher Transport konnte aus der Ferne beobachtet werden, allerdings mögen die US-Sicherheitskräfte keine fremden Fotoapparate, wie einige Mitglieder der Gruppe zu spüren bekamen. Die früher gewohnte Lässigkeit ist unter dem Eindruckder aktuellen Auseinandersetzungen verschwunden, auch die Wohngebiete in Kaiserslautern werden stark gesichert, wie bei der Stadtrundfahrt unschwer zu erkennen war. Unterkunft fand die Gruppe im Lager Aulenbach auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Durch die Reduzierung der Kapazitäten der Bundeswehr war es nicht möglich, mit der großen Gruppe von über 40 Personen in einer normalen Kaserne unterzukommen. Aber auch dem ungewohnten Lagerleben konnten schöne Seiten abgewonnen werden. Manche Erinnerung an die aktive Dienstzeit wurde wieder wach.




Anzeige
Anzeige