weather-image
16°
×

Friedhofskapelle: 70 000 Euro Renovierungskosten / Landesbischof Karl-Hinrich Manzke predigt

Die Weihe, die eigentlich keine Weihe ist

Lauenhagen (hga). Der schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke hat die Friedhofskapelle nach ihrer Renovierung in einer feierlichen Zeremonie neu eingeweiht, wobei die Geistlichen behutsam mit dem Begriff „Weihe“ umgingen.

veröffentlicht am 23.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:42 Uhr

Eigentlich ist die Kapelle ja nie entweiht gewesen, so der Lauenhäger Pastor Norbert Kubba. „Nach so einer Renovierung war so eine Handlung wohl angebracht“, erläuterte Kubba die Beweggründe zur jetzt vorgenommenen Weihe.

„Ich bin schwer beeindruckt von ihrer Musik“, lobte Manzke vor seiner Predigt den Lauenhäger Posaunenchor. Zusammen mit dem Kirchenchor sorgten die Bläser für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes. Der Landesbischof fand ebenso lobende Worte für die harmonische Renovierung der Kapelle. Der Totensonntag als letzter Sonntag im Kirchenjahr stand im Mittelpunkt der landesbischöflichen Predigt. „Das Aushalten der Grenzen unseres Lebens, darum geht es“, fasste Manzke am Ende seine Gedanken und Ausführungen zusammen. Im Anschluss gedachten die Gläubigen in der voll besetzten Kapelle der Toten des vergangenen Jahres. Am Ende des Gottesdienstes nahmen Manzke und Kubba die erneute Einweihung der Kapelle zusammen mit der Gemeinde vor.

70 000 Euro kostete die Sanierung der Kapelle. Anfang 2010 begannen die Arbeiten, die mit dem feierlichen Gottesdienst ihr Ende fanden. Das Gebäude erhielt einen neuen Außenputz. Innen und außen kam ein neuer Anstrich dazu.

Die Eingangstür wurde erneuert, in diesem Falle übernahm die Firma „Saalex“ die Kosten. Das gesamte Mobiliar erfuhr neben einem Anstrich alle nötigen Maßnahmen zur Wiederherstellung. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde der Eingangsbereich neu gestaltet.

Ebenfalls neu ist die Sakristei. „Den Raum gab es schon, es war nur nichts drin“, meinte Kubba. Jetzt sei ein Raum vorhanden, in dem eine stille Vorbereitung möglich sei. Während der Arbeiten erfüllte die Friedhofskapelle weiter ihre Aufgabe. Wenn Begräbnisse anstanden, ruhten die Bauarbeiten an dem betreffenden Tag. Den endgültigen Abschluss fand die Einweihung der Kapelle im Gemeindesaal. Bei Kaffee und Keksen traf sich die Gemeinde zu Gesprächen.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige