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Diebstähle auf Bückeburger Friedhof belasten die Trauernden / Appell zu mehr Aufmerksamkeit

Diebe zeigen keinen Respekt vor Gräbern

Bückeburg (wk). Dreiste Diebe treiben ihr Unwesen auf dem an der Scheier Straße gelegenen Friedhof der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bückeburg. Gestohlen wird fast alles, was auf den Gräbern nicht niet- und nagelfest ist: Blumensträuße, Gestecke, bereits gepflanzte Blumen, Engelfiguren aus Keramik oder Marmor und andere Dinge, ärgert sich der Friedhofsverwalter Bernd Buschmeier. In letzter Zeit hätten es die Übeltäter zudem vermehrt auf Rosen abgesehen.

veröffentlicht am 10.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 06:41 Uhr

Neu ist das Problem allerdings nicht: Das ganze Jahr über gebe es seitens der Friedhofsbesucher immer wieder Meldungen, dass auf den von ihnen liebevoll gepflegten Grabstellen Sachen entwendet worden sind, berichtet Buschmeier. Bislang habe man jedoch leider noch keinen der Grabfrevler erwischen können.

Neben dem materiellen Verlust macht den betroffenen Angehörigen oder Freunden eines auf dem Friedhof beerdigten Menschen vor allem die Tat an sich zu schaffen, weiß Brigitte Metzner, Mitarbeiterin der Friedhofsverwaltung: „Die Leute sind fix und fertig.“ Viele würden sogar weinen, wenn sie bei ihr anrufen, um den Schaden anzuzeigen.

„Halbstarke“ junge Leute scheiden nach Ansicht von Eitel Radek, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Friedhofsausschusses, als Täter aus: „Ich bin zu den unmöglichsten Zeiten hier, aber Jugendliche habe ich hier noch nicht angetroffen.“ Er vermutet indes, dass die Diebstähle von Erwachsenen im mittleren bis Rentenalter begangen werden.

Buschmeier bezeichnet diese Einschätzung dagegen als zu vage. Letztlich, so der Friedhofsverwalter, wisse man ja nicht einmal, ob es sich überhaupt um Nutzer dieses Friedhofes handele und wofür die Sachen gestohlen werden beziehungsweise wo sie letztendlich verbleiben.

Und wo liegt nun die Lösung? „Man kann einfach nur daran appellieren, dass die Leute darauf achten, was auf dem Friedhof passiert“, sagt Friedhofsverwalter Buschmeier. Allzu große Hoffungen macht er sich diesbezüglich jedoch nicht, da „die Mentalität des Wegschauens“ in der Bevölkerung leider zu stark verbreitet sei.




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