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Abgemahnte Protestschilder innerorts Ortes aufgestellt / Reinser Bürger fordern Ausbau der L 444

"Diese Raserei ist echt nicht mehr feierlich"

Reinsen (mw). Der Protest von Reinser Bürgern gegen den maroden Zustand der durch den Ort führenden Landesstraße 444 ist in die nächste Runde gegangen. Nachdem die Aktivisten zwei am Ortsausgang aufgestellte Protestschilder auf Druck des Bauamtes der Stadt Stadthagen vor einigen Monaten hatten abbauen müssen, haben sie die Schildernun innerhalb des Dorfes errichtet.

veröffentlicht am 07.10.2008 um 00:00 Uhr

Statt ihre vom Bauamt als unzulässige "Werbeanlagen im Außenbereich" eingestuften Protestschilder einzumotten, haben die Reinser Bürger den legalen Weg beschritten. Vor wenigen Tagen hatte Erich Lockemann, der Ortsbeauftrage der Gemeinde Reinsen, einen Bauantrag bei der Stadtverwaltung gestellt, um die Schilder nun innerorts aufzustellen. Zudem ließen er und seine Mitstreiter an der Kreuzung L 444/Kreisstraße 30 Taten folgen: "2003 stoppt CDU/FDP den Ausbau L 444" und "Wir fordern den Ausbau der L 444!" prangt dort in großen Lettern auf zwei weißen Holztafeln. Den Vorgaben nach müssen die Schilder genehmigt werden, sagt Lockemann. "Ansonsten steht uns noch der Klageweg offen." Gefordert werden die Sanierung der Fahrbahn und die Anlage eines Geh- und Radweges. "Die rasen hier durch, das ist echt nicht mehr feierlich", schimpfte Alexander Pach, einer der den Protest unterstützenden Reinser, über jene Kraftfahrer und das Fehlen eines Geh- und Radweges entlang der L 444. "Anstatt dass man die Straße sicherer mach, werden die Kurvenränder verstärkt, dass man hier noch schneller durchfahren kann." Insbesondere zur Zeit des Berufsverkehrs und wenn die Autobahn dicht ist, sei auf der Ortsdurchfahrt "richtig was los". "Dieälteren Leute können ja nirgendwo mehr langgehen", berichtete der Anlieger Hans-Georg Tomm. Und wenn erst die nahegelegene Bundesstraße 65 ausgebaut wird, dann würden seiner Überzeugung nach noch mehr Fahrzeuge durch Reinsen fahren. Gefährdet seien aber auch die Kinder, wenn diese im Ort unterwegs sind, ergänzte der Familienvater Pach. Die Verkehrssituation sei "katastrophal" und "sehr gefährlich", klagte Siegfried Skamira. Aber die zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln spiele das Problem herunter, indem lediglich außerhalb des Ortes Tempo-30-Schilder aufgestellt wurden. Elvira Nerge ärgerte sich zudem darüber, dass man entlang der L444 mangels Fußweg nicht spazieren gehen könne.




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