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Privatmann und Bürgermeister: Herbert Rode

„Dieser Lärm geht unter die Haut“

Der gebürtige Hehlener Herbert Rode wohnt seit vielen Jahrzehnten im Stadtteil Hameln-Ost. Er bezeichnet das Gebiet als „meine Heimat“ und lobt insbesondere das freundliche Miteinander. „Fast jeder kennt jeden“, sagt er und betont dabei, dass der Bekanntheitsgrad nichts mit seiner politischen Funktion als Bürgermeister Hamelns zu tun habe.

veröffentlicht am 20.07.2010 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 22.09.2011 um 11:32 Uhr

Herr Rode, Sie kamen zu der Dewezet-Veranstaltung als Privatmann und gingen dann doch als Bürgermeister. Wo wollen Sie nun bezüglich der Basbergstraße den Hebel ansetzen?

Wenn man in diesem Gebiet wohnt, dann will man auch da wohnen bleiben. Die Basbergstraße mit ihrem Lärmpegel ist aber ein Störenfried. Da müssen wir fortan dran arbeiten; insbesondere muss es uns gelingen, den Tag und Nacht rollenden Lastwagen-Verkehr einzudämmen. Denn dieser Lärm, das habe ich bei der Veranstaltung selbst erfahren, geht ganz schön unter die Haut.

Nun handelt es sich bei der Fahlte und der Basbergstraße nicht um Bundes- oder Landes-, sondern um städtische Straßen. Was lässt sich da ganz spontan unternehmen, um den Lärmpegel zu senken?

Ich kenne zwar die entsprechenden Gesetze auch nicht ganz genau, aber das, was ich möchte, ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Und das möglichst unverzüglich. Dieses Tempolimit muss dann auch kontrolliert und überwacht werden. Das sind wir den Menschen, die dort wohnen, schuldig. Diesbezüglich möchte ich mit der Verwaltung zusammenarbeiten, damit wir das möglichst schnell auf die Reihe bekommen.

Und wann ist mit den ersten Maßnahmen zu rechnen?

Wir werden dieses Thema jetzt in der Gruppe beraten. Von den Grünen liegt zu diesem Thema bereits ein Antrag vor. Nun werbe ich dafür, diesen zu unterstützen, damit wir dann zu einem zeitnahen Ergebnis kommen. Ich möchte dieses Problem angepackt und nicht noch ein paar Jahre vor mir hergeschoben wissen.

Herr Rode, was hatten Sie sich ursprünglich von Ihrem privaten Kommen versprochen?

Ich wollte einfach nur hören, wie die Leute über den Stadtteil Ost denken. Ob sie dort gerne wohnen, warum und weshalb. Das habe ich nun gehört. Denn selbst die vom Lärm direkt Betroffenen können ja nicht einfach wegziehen, weil sie ihr Haus nicht verkaufen können. Das ist in der heutigen Zeit generell schwer, und bei der Lärmbelästigung zusätzlich. Aber, wer hier wohnt, will eigentlich gar nicht weg. Und deshalb muss jetzt unbedingt etwas unternommen werden.

Lebt im Hamelner Stadtteil Ost: Hamelns Bürgermeister Herbert Rode (SPD).




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